RKI-Chef: Ohne Gegensteuern bringt vierte Corona-Welle viel Leid

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BERLIN (dpa-AFX) - Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) warnt vor einer weiteren Verschärfung der Corona-Lage in Deutschland. "Wenn wir jetzt nicht gegensteuern, wird diese vierte Welle wieder viel Leid bringen. Es werden viele Menschen schwer erkranken und sterben, und das Gesundheitswesen wird wieder stark belastet", sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. Die Welle entwickle sich leider genau wie befürchtet, da nicht genügend Menschen geimpft seien und Verhaltenshinweise zum Schutz vor Ansteckungen sowie die 2- und 3G-Regeln nicht mehr ausreichend umgesetzt würden. "Das sind erschreckende Zahlen", sagte Wieler mit Blick auf die erfassten Todesfälle in Deutschland.

Der RKI-Chef rief zum Impfen und zum Einhalten der Regeln zu Abstand, Hygiene, Masken und Lüften auf. Die Impfung sei keine Wunderwaffe, machte er deutlich: Sie wirke nicht bei allen Geimpften gleich. "Außerdem kann der Impfschutz im Laufe der Zeit nachlassen - besonders bei Älteren, die ohnehin sehr gefährdet sind." Solidarität bleibe das Gebot der Stunde, betonte Wieler. "Wir alle wollen, dass dieser Winter der letzte Winter der Covid-19-Pandemie sein wird." Alle trügen die Verantwortung für die weitere Entwicklung der vierten Welle. Mit Impfungen und dem Einhalten der Maßnahmen könnten viele Menschenleben gerettet werden.

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