RKI-Chef: Haben Wettrennen zwischen Impfungen und Virusvarianten

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BERLIN (dpa-AFX) - Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) hat die derzeitige Lage in der Pandemie mit einem Wettrennen zwischen Impfungen und dem Auftreten neuer Virusvarianten verglichen. "Je schneller wir impfen, desto schneller können wir das natürlich eindämmen", sagte Lothar Wieler am Donnerstag bei WDR5. Es sei davon auszugehen, dass das Coronavirus nicht mehr verschwinde, deshalb brauche man eine Immunität. Impfangebote sollten deshalb angenommen werden, bekräftigte er.

"Wenn mir heute einer diesen Astrazeneca <GB0009895292>-Impfstoff anbieten würde, dann würde ich ihn natürlich nehmen", betonte Wieler. Das zuletzt viel diskutierte Präparat komme trotz der etwas geringeren Wirksamkeit im Vergleich zu den Impfstoffen von Biontech <US09075V1026>/Pfizer und Moderna <US60770K1079> auf eine "tolle Schutzrate". Wieler verwies auch darauf, dass in mehr als 100 Ländern noch niemand geimpft worden sei.

Über die Entwicklung in Deutschland sagte Wieler, die Fallzahl pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Inzidenz) stagniere derzeit leicht. "Ich glaube, wir können innerhalb der nächsten Woche sagen, ob es weiter nach unten geht, oder ob wir durch die Varianten wieder einen leichten Anstieg haben werden."