Rita Moreno kam nur schwer von ihrer Rolle als Anita in der West Side Story los

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Rita Moreno (AFP/VALERIE MACON)

Als Anita im Musicalfilm "West Side Story" wurde Rita Moreno weltberühmt - und auch gut 60 Jahre später kommt die aus Puerto Rico stammende Schauspielerin nur schwer von dieser Rolle los. Als sie in dem gleichnamigen Remake des Films mitspielte, der unlängst Premiere hatte, habe sie sich immer wieder selbst sagen müssen, dass sie nun nicht mehr die Anita spiele, sagte die 90-Jährige im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP.

In dem Remake von Steven Spielberg spielte Moreno eine ältere Frau namens Valentina. Besonders die Szene, in der Valentina Anita vor einem sexuellen Übergriff rettet, sei ihr "sehr schwer" gefallen, sagte Moreno AFP. "Ich muss Ihnen sagen, es war surreal, sehr seltsam. Schwierig. Aufregend."

Beim Anblick der jungen Schauspielerin Ariana DeBose in der weiblichen Hauptrolle habe ihr Hirn ihr gesagt: "'Nein, nein, nein, das ist nicht Anita. Du bist Anita!'" Sie habe dann zu sich selbst sagen müssen: "Nein, ich bin nicht mehr Anita." Und DeBose habe die Rolle hervorragend gespielt. "Sie war fabelhaft, sie war göttlich", lobte Moreno ihre junge Kollegin.

Sowohl Moreno als auch DeBose gelten nun als Anwärterinnen auf einen Oscar. Bei den Critics Choice Awards und den Golden Globes wurden die beiden bereits jeweils für die Auszeichnung als beste Nebendarstellerin nominiert.

Moreno gehört zu den wenigen Künstlern, die mit einem Oscar, dem Fernsehpreis Emmy, dem Musikpreis Grammy und dem Musical-Preis Tony ausgezeichnet wurde. Dies schafften bislang nur 16 Künstler und Moreno ist die einzige Latina unter ihnen.

Der Streamingdienst Netflix will in Kürze einen Dokumentarfilm über Moreno veröffentlichen. Die Künstlerin zögerte nach eigenen Angaben fast ein Jahr lang, bevor sie dem Projekt zustimmte. Als sie die Dokumentation dann das erste Mal gesehen habe, habe sie ihrer Tochter zugerufen: "Was für ein Leben ich doch hatte!"

yb/mkü

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