"Ich riskierte alles" - Stefan Bradl scheitert nach Sturz nur knapp am Q2

Sebastian Fränzschky
·Lesedauer: 2 Min.

Stefan Bradl wird beim Europa-Grand-Prix in Valencia von Startplatz 13 ins Rennen gehen. Der Deutsche verpasste den Sprung ins Q2 knapp. Im Q1 landete Bradl auf Position drei. Beim finalen Versuch befand sich der Honda-Ersatzpilot auf Q2-Kurs, stürzte aber.

"Es ging heute sehr eng zu. In den finalen zwei Minuten sah ich, dass ich Zweiter bin. Ich wusste, dass ich mich weiter steigern muss, um meine Position zu halten. Das probierte ich. Mein zweiter Sektor war sehr gut. Ich verbesserte mich sehr stark. Doch dann bremste ich in Kurve 8 und wusste sofort, dass es sehr eng wird", berichtet Bradl.

"Leider stürzte ich. Es war keine Überraschung. Ich riskierte alles. Wenn ich diese Kurve bekommen hätte, wären wir im Q2 gelandet", ist der HRC-Pilot überzeugt. Bradls Formkurve zeigte zuletzt nach oben. Auch beim Renn-Wochenende in Valencia mischte der Honda-Testpilot gut mit.

Weniger Tests für Honda, bessere Ergebnisse

"Ich habe das Gefühl, dass ich aufhole. Ich entwickle mich konstant weiter. Von Le Mans an konnte man sehen, wie ich mich verbessere. Ich hatte nie das Gefühl, langsam zu sein und weit zurückzuliegen. Natürlich ist es manchmal frustrierend, wenn man sich auf Platz 20 oder 21 sieht", gesteht der ehemalige Moto2-Weltmeister.

Stefan Bradl zeigte im Nassen ordentliche Leistungen

Stefan Bradl zeigte im Nassen ordentliche Leistungen<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Stefan Bradl zeigte im Nassen ordentliche LeistungenMotorsport Images

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"Wir schauten uns die Rundenzeiten an und ich war nie wirklich langsam. Ich lag nie weit zurück. Von Le Mans an gelangen uns Fortschritte. Ich als Fahrer habe mich verbessert. Ich bin stärker. Während der Wochenenden muss ich nicht mehr so viele Dinge testen", freut sich Bradl. "Ich fühle mich eher wie ein Stammfahrer."

Und was plant Bradl nach dem bisher verregneten Renn-Wochenende in Valencia für ein mögliches Trockenrennen? "Es gibt keinen großen Plan. Wir haben die Abstimmung aus Aragon. Diese werden wir ein bisschen anpassen. Es geht um kleine Details. Dann schauen wir, wie es läuft. Die Abstimmung ist für mich nicht die große Frage sondern die Reifenwahl", erklärt er.

Offene Reifenwahl im Falle eines Trockenrennens

"Niemand hat viel Erfahrung, wie die Medium-Reifen funktionieren, besonders die Vorderreifen. In den Rechtskurven muss man hier immer sehr vorsichtig sein. Wir müssen abwarten, wie die Temperaturen am Morgen sind", bemerkt Bradl.

"Wir müssen vorne den härteren oder den Medium-Reifen auswählen. Es ist aber immer sehr riskant am Morgen wegen den Temperaturen. Das ist die größte Frage. Im Rennen ist es für alle gleich. Manchmal ist es gut, wenn es nicht viele Trainings im Trockenen gibt und das Rennen dann im Trockenen stattfindet. Das macht es spannend", so Bradl.

"Meine Startposition ist nicht schlecht. Um uns herum stehen gute Fahrer. Das Ziel ist, in ihrer Schlagdistanz zu bleiben und dann zu sehen, wie sich das Rennen entwickelt", erklärt der Honda-Ersatzpilot vor dem ersten von zwei Valencia-Rennen.

Mit Bildmaterial von Repsol Honda.