Risiko zu groß: Krypto-Käufe über Kreditkarte sollen gestoppt werden

Kryptowährungen wie den Bitcoin können US-Bankkunden bald nicht mehr mit der Kreditkarte bezahlen. (Bild: ddp images)

Amerikanische Banken reagieren auf die fallenden Kurse von Kryptowährungen. Sie wollen nicht mehr, dass ihre Kunden Bitcoin, Ethereum und andere digitale Währungen mit der Kreditkarte kaufen. Dahinter stecken zwei Gründe.

Laut “Bloomberg” wollen JPMorgan Chase, Citigroup und die Bank of America nicht mehr, dass ihre Kunden per Kreditkarte Kryptowährungen kaufen können. Eine Sprecherin des Bankhauses JPMorgan Chase erklärte das mit dem zu großen Risiko. Schließlich seien es die Banken, denen das Geld fehle, wenn Kunden Kryptowährungen kaufen, die Kurse fallen und die Kunden deswegen ihre Kreditkartenabrechnung nicht mehr bezahlen können.

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Bei der Bank of America sind einzig Debitkarten, also EC-Karten, nicht von dem Verbot betroffen. Die Citigroup kündigte an, das Geschehen weiter intensiv zu verfolgen und die Richtlinien gegebenenfalls an eine veränderte Lage anzupassen. Zusätzlich zu den befürchteten Verlusten gibt es noch einen anderen Grund, aus dem die Banken die digitalen Währungen scheuen: Sie sind dazu verpflichtet, bei den Geldflüssen ihrer Kunden ein Auge auf mögliche Geldwäscheaktivitäten zu haben. Genau die lassen sich aber leichter vertuschen wenn Kryptowährungen im Spiel sind.

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Und auch für den Fall, dass Kreditkarten gestohlen und dann zum Kauf von digitalen Währungen benutzt werden, ist ein solcher Vorfall für die Geldinstitute schwerer nachvollziehbar. Dass Kreditkarten künftig nicht mehr für den Kauf digitaler Währungen zugelassen sind ist ein weiterer Schlag gegen Bitcoin und Co. Aktuell stehen sie unter dem Verdacht von Kursmanipulationen, zudem hat Facebook erst kürzlich ein Werbeverbot ausgesprochen.

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Möglich, dass ihr Stern nach dem Höhenflug Anfang Januar nun endgültig sinkt. In den vergangenen Wochen haben alle großen Kryptowährungen Verluste in zweistelliger Höhe eingefahren, innerhalb eines Monats ist der Bitcoinkurs fast um die Hälfte eingebrochen. Nach Angaben von Mastercard ist ein Rückgang bei den Krypto-Käufen schon spürbar.