"Riesenfehler": Facebook entschuldigt sich im Datenskandal

Im Datenskandal um Cambridge Analytica hat sich Facebook entschuldigt und neue Schutzmaßnahmen angekündigt.

Zuvor hatte die Firma eine neue Zahl von bis zu 87 Millionen Nutzern genannt, deren Angaben unrechtmäßig weitergegeben worden sein könnten. Bisher ging sie von fünfzig Millionen aus.

Der allermeisten dieser Nutzer leben in den USA. In Deutschland könnten gut dreihunderttausend Menschen betroffen sein.

An der Umfrage, durch die die Daten abgeschöpft wurden, hatten sich nach Facebook-Angaben nur 65 Nutzer aus Deutschland beteiligt. Betroffen sind aber nicht nur sie, sondern auch Nutzer in den USA und anderen Ländern, die ebenfalls mitmachten und Facebook-Freunde in Deutschland haben.

Facebookgründer Mark Zuckerberg beschrieb seine Firma heute in einer Telefonkonferenz mit Journalisten als idealistisch und zuversichtlich; man habe sich lange auf das Gute konzentriert, das das Verbinden von Menschen mit sich bringe .

Das habe aber nicht gereicht: Dabei sei zu kurz gekommen, dass Menschen damit auch Schaden anrichten könnten. Das gelte für Fake News oder die Verbreitung von Hass ebenso wie für Datenschutz.

Facebook habe sich seine Verantwortung nicht klar genug gemacht, und das sei ein Riesenfehler gewesen – sein, Zuckerbergs, Fehler.

Facebook verkündete neue Schritte, um Daten besser zu schützen . So können Nutzer-Profile nicht mehr über Telefonnummern und Mailadresse gesucht werden. Die Anmeldung auf fremden Webseiten über die Facebook-Einlog-Daten soll strikter gehandhabt werden.