Riesenärger um Toro-Rosso-Motor

Brendon Hartley ist einer der Fahrer von Toro Rosso

Formel-1-Rennstall Toro Rosso erlebte zuletzt zwei Rennen zum Vergessen. Die Power-Units von Renault machten sowohl in Austin als auch Mexiko Probleme, sodass die Fahrer Brendon Hartley und Pierre Gasyl Strafen kassierten und von hinten starten mussten.

Renaults Geschäftsleiter Cyril Abiteboul deutete darauf gegenüber Medienvertretern an, an den Motorenproblemen wäre die Art und Weise des Einbaus der Power-Units Schuld - und damit das Team. 

Toro Rosso wies am Samstag vor dem Rennen in Brasilien (So., ab 17 Uhr im LIVETICKER) in einem Statement jedoch jegliche Schuld von sich. 

"Wir möchten klar stellen, dass alle MGU-H- und Antriebswellen-Probleme, die Toro Rosso zuletzt erlitt nicht damit zu tun haben, wie das Team arbeitet und wie die Power Unit in das Chassis integriert ist", heißt es in der Stellungnahme.

Dabei weist der Rennstall daraufhin, dass die Probleme zum Ende der Saison zugenommen hätten.

"In der Saison 2017 hat sich an der Installation der Power Unit außer eine verbesserten Kühlung nichts geändert. Seit der Sommerpause erlitt das Team jedoch zahlreiche Probleme mit den Power Units, die sich in Startplatzstrafen äußerten und das Team Punkte und Positionen in der Konstrukteurswertung kosteten", schreibt Toro Rosso.

Keine Motoren für Rennen in Abu Dhabi?

Die Schuld dafür sieht die Red-Bull-Tochter nun bei Renault, das zu wenige neue Teile zur Verfügung gestellt hätte. Zudem hätten auch andere Fahrzeuge mit Renault-Motor beim letzten Rennen in Mexiko Probleme gehabt.

"Wir dürfen nicht vergessen, dass Renault selbst gegen Toro Rosso um eine Position in der Konstrukteurswertung kämpft, daher ist diese Situation, wie Abiteboul andeutet, vielleicht kein Zufall, aber es liegt sicherlich nicht am Auto von Toro Rosso", sagt das Team vielsagend.

Nach diesem Statement droht nun neuer Ärger. Angeblich spielt Renault mit dem Gedanken, Toro Rosso für Abu Dhabi keine Motoren mehr zu liefern.

Lange muss der Rennstall aber nicht mehr mit dem Motorenlieferanten auskommen. In der kommenden Saison setzt Toro Rosso auf Honda-Motoren.