Was Deutschland gegen Frankreich erwartet

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Was Deutschland gegen Frankreich erwartet
Was Deutschland gegen Frankreich erwartet

Für diesen Gegner wurde der Begriff Härtetest erfunden: Gegen keinen Geringeren als Olympiasieger und Rekord-Weltmeister Frankreich bestreitet die deutsche Handball-Nationalmannschaft ihr letztes Testspiel vor der anstehenden Europameisterschaft.

Was am Sonntagabend in Wetzlar (Handball: Deutschland - Frankreich heute ab 19.05 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) auf die neu formierte Auswahl des DHB zukommt, weiß auch Kai Häfner nur zu genau. (NEWS: Alles Wichtige zum Handball)

„Frankreich ist einer der Top-Favoriten im Turnier, das wird nun auch am Sonntag ein richtiges Brett“, sagte der Rückraumspieler vor der Generalprobe bei SPORT1.

Handball-EM: Deutschland testet gegen Frankreich

An der Schwere der Aufgabe dürfte auch der Ausfall des französischen Kapitäns nichts ändern. Valentin Porte war am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet worden und steht den Franzosen gegen Deutschland nicht zur Verfügung.

Nichtsdestotrotz geht es am Sonntag nicht in allererster Linie darum, einen sportlichen Erfolg einzufahren. Bundestrainer Alfred Gislason wird den Test gegen die Franzosen auch dazu nutzen, im Hinblick auf die EM in der Slowakei und Ungarn an Automatismen im Team zu arbeiten. (DATEN Tabellen der Handball-EM)

„Wir wollen gegen Frankreich wieder einiges ausprobieren“, sagte Häfner, der mit 32 Jahren zusammen mit Patrick Wiencek zu den ältesten und erfahrensten Spielern in der Nationalmannschaft zählt.

Gegen die Schweiz beim 30:26-Sieg im vorletzten EM-Test musste der Routinier von der MT Melsungen in der ersten Halbzeit von der Bank aus zuschauen. Diese Maßnahme richtete sich freilich nicht gegen Häfner selbst. Seine Stärken kennt der Bundestrainer. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der Handball-EM)

Gislason kam es vielmehr darauf an, die vielen jungen und unerfahrenen Spieler zu testen. Statt auf Häfner setzte er deshalb in den ersten 30 Minuten gegen die Schweiz auf Djibril M‘Bengue.

DHB-Team: M‘Bengue debütiert mit 29

Der ist zwar mit seinen 29 Jahren auch nicht mehr der Jüngste, hat aber erst vor zwei Monaten sein Länderspiel-Debüt für Deutschland gegeben.

„Djibi gibt Gas, macht bislang einen guten Job, und das wird er hoffentlich auch bei der EM zeigen“, lobt Häfner den Konkurrenten auf seiner Position: „Er bringt sich super ein, hat viel Selbstbewusstsein, und nicht zuletzt hat er handballerisch die Fähigkeiten, die uns helfen, erfolgreich zu sein.“

Diese Fähigkeiten könnte die deutsche Auswahl in der Tat gut gebrauchen – im Test gegen Frankreich und dann vor allem im Turnier selbst, das für das DHB-Team am Freitag nächster Woche mit dem Spiel gegen Belarus beginnt.

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