Ricciardo zieht Konsequenz aus Red-Bull-Crash

Daniel Ricciardo (l.) und Max Verstappen geriten in Baku aneinander

Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo (28) will als Konsequenz aus dem Crash mit seinem Teamkollegen Max Verstappen (20) zuletzt in Aserbaidschan in Zukunft am Boxenfunk offenbar etwas resoluter seine Meinung sagen.

"Vielleicht sollte ich wie ein kleines Mädchen schreien", sagte der Australier vor dem Großen Preis von Spanien (Sonntag, ab 15.10 Uhr im LIVETICKER) in Anspielung auf die Taktik einiger Kollegen.

Ricciardo hatte seinem Team in Baku gesagt, dass "ich attackieren" will, dass er schneller fahren könnte als sein vor ihm platzierter Teamkollege. Verstappen wehrte sich gegen den heranstürmenden Ricciardo und so kollidierten die beiden bei Tempo 300 ebenso brutal wie unnötig. "Wir müssen sicherstellen, dass so etwas nie wieder passiert", sagte Ricciardo (Fahrerwertung der Formel 1).


"Das soll nicht noch mal vorkommen", sagte auch Verstappen. Die beiden Streithähne sollen sich in Zukunft etwas mehr Platz lassen, so "zwei bis drei Millimeter. Es ist ja schließlich Millimeter-Arbeit." Das Duo habe sich ausgesprochen. "Alles gut", sagte der Niederländer über die Stimmung im Brauserennstall: "Wir haben viel Respekt voreinander und haben den Fehler erkannt. Es gibt kein böses Blut."

Red Bull hat Verstappen und Ricciardo zudem noch einmal zur Räson gerufen und die Spielregeln verschärft. Eine Stallregie wird aber wohl erst nach dem nächsten Unfall kommen.