Ribery setzt Zeichen für syrisches Baby

Martin Hoffmann
Franck Ribery schließt sich der Social-Media-Kampagne #SolidarityWithKarim an

Das berührende Foto eines schwerverletzten Babys aus Syrien bewegt die Welt - nun hilft auch Franck Ribery, auf das Schicksal des kleinen Karim und der anderen Opfer des andauernden Bürgerkriegs aufmerksam zu machen.

Der Flügelspieler des FC Bayern München hat sich einer Social-Media-Kampagne angeschlossen, in der sich Menschen aller Nationen mit dem Bomben-Opfer solidarisieren.


Ribery postete ein Foto, auf dem er sich das linke Auge zuhielt und postete es mit dem Hashtag #SolidarityWithKarim.

Verwundetes Baby wird zum Symbol

Karim, ein wenige Monate altes Kind aus der von Machthaber Baschar al-Assad belagerten Region Ost-Ghouta, verlor im Oktober seine Mutter bei einem Bombenangriff. Granatsplitter trafen auch ihn, durchbohrten seinen Schädel, nahmen ihm das linke Auge.

Ärzte flickten Karims Kopf zusammen, das Foto des schwer gezeichneten Jungen löste eine Welle der Anteilnahme aus, die inzwischen auch die westliche Welt erreicht hat.

In den sozialen Medien posten Menschen nun seit einigen Tagen Fotos, auf denen sie sich symbolisch das linke Auge zuhalten.




Ribery spendete für Syrien

Die aufständische Region Ost-Ghouta in der Nähe der Hauptstadt Damaskus wird seit 2012 belagert, nach Angaben der deutschen Hilfs-Organisation "Adopt a Revolution" werden rund 400.000 Menschen vom Assad-Regime "systematisch ausgehungert".

Ribery - bei dem ein Autounfall als Kind selbst eine (im Vergleich harmlose) Narbe im Gesicht hinterlassen hat - engagiert sich nicht nur mit symbolischen Gesten: Im November spendete er mit seiner Ehefrau Wahiba 150.000 Euro für notleidende Kinder in Syrien.