"Ribéry lag uns weinend in den Armen"

Sadio Mané war in München seit Tag eins Fan-Liebling. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Wie es dazu kam, dass er bereits nach seinem Bundesliga-Debüt gegen Eintracht Frankfurt mit den Bayern-Fans in der Kurve feierte, verriet nun Alexander Salzweger, Sprecher von Bayerns Fan-Vereinigung „Club Nr. 12″.

„Wir haben ihn nicht hochgerufen, das hat er selbst entschieden“, stellte er im Interview mit Spox und Goal klar. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Wir finden es natürlich sympathisch, dass er einen engen Kontakt zu uns Fans sucht“, erklärte Salzweger weiter, forderte den Stürmer neben einer Fortführung der Fannähe aber auch zu einer Leistungssteigerung auf: „Das darf er gerne so weiterführen, aber bitte auch ein bisschen öfter das Tor treffen.“

Bayern-Fans haben keine emotionale Bindung zu Lewandowski

Als speziellster Zaun-Besuch eines Spielers ist ihm aber ein anderer Moment in Erinnerung geblieben. „Am emotionalsten war es beim Abschied von Franck Ribéry. Er ist den Fans weinend in den Armen gelegen“, erinnerte sich Salzweger.

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Weniger emotional war die Rückkehr von Robert Lewandowski, der vergangene Woche mit dem FC Barcelona in der Champions League in München gastierte. Hinsichtlich der Wiederkehr des Polen gab Salzweger an, keine Vorkehrungen bezüglich eines besonderen Empfangs getroffen zu haben.

„Gedanken machen wir uns nur bei der Rückkehr von Spielern, zu denen wir eine emotionale Bindung haben“, erklärte er die Hintergründe und zog ein nüchternes Urteil über Lewandowskis Zeit in München: „Lewandowski hat zwar immer seine Leistung gebracht, war aber nie ein Liebling der Massen. Sein Abschied hätte anders laufen können. Aber dafür muss man ihn auch nicht auspfeifen.“

Beim selbigen Spiel gegen den FC Barcelona waren außerdem das erste Mal Stehplätze während einer Champions-League-Partie in der Allianz-Arena erlaubt. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

„Die internationale Fan-Organisation hat sich 18 Jahre lang dafür eingesetzt und Lobbyarbeit geleistet“, meinte Salzweger, der die deutsche Fan-Szene in der Verantwortung sieht: „Deutschland dient als Vorbild: Wir beweisen, dass auf Stehplätzen nicht jede Woche Leute sterben.“

Kritik an Ausschreitungen zwischen BVB und Kopenhagen

Und am Ende sollen alle davon profitieren: „Mit Stehplätzen gibt es eine bessere Stimmung, was schönere Fernsehbilder schafft, und die Vereine können mehr Tickets verkaufen.

Anlässlich einer aktuell diskutierten Legalisierung von Pyrotechnik kritisierte Salzweger die Szenen rund um das Champions-League-Spiel zwischen Dortmund und Kopenhagen.

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„Solange es Vorfälle wie von den Kopenhagen-Fans in Dortmund gibt, wird es nichts mit der Legalisierung. Das war dumm und torpediert die Arbeit von vielen Fan-Organisationen“, ärgerte er sich, wenngleich er gute Chancen sähe, „wenn beim Abbrennen konsequent Abstand gehalten und das Zeug nicht geschmissen wird.“

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