Rheinland-pfälzisches Landtagsgebäude nach fast sechs Jahren wiedereröffnet

Rheinland-pfälzischer Landtag in Mainz (AFP/ARMANDO BABANI)

Nach fast sechsjähriger Sanierung hat der rheinland-pfälzische Landtag sein angestammtes Domizil wieder offiziell in Besitz genommen. Nach einer symbolischen Schlüsselübergabe kamen die Abgeordneten am Mittwoch im sogenannten Deutschhaus in Mainz zu einem Festakt zusammen, bei dem Landtagspräsident Hendrik Hering und Ministerpräsidentin Malu Dreyer (beide SPD) als Redner vorgesehen waren.

Ab Freitag ist das Gebäude auch wieder für öffentliche Führungen geöffnet. Die Sanierung begann Ende 2015. Die Plenarsitzungen des Parlaments fanden in dieser Zeit zunächst im Landesmuseum Mainz statt. Wegen der Corona-Pandemie mussten die Parlamentarier später erneut umziehen und tagten seit Mai 2020 in der Rheingoldhalle.

Ursprünglich war geplant, das Deutschhaus mit der konstituierenden Sitzung des 18. Landtags im Mai 2021 zu eröffnen. Wegen der Pandemie war das jedoch nicht möglich. Die Sanierungskosten stiegen von geplanten 55 Millionen Euro auf 73 Millionen Euro. Das Gebäude wurde zwischenzeitlich komplett entkernt.

Das Deutschhaus wurde zwischen 1729 und 1740 erbaut. Am 18. März 1793 wurde vom Balkon des Gebäudes die Mainzer Republik ausgerufen, die als erste Demokratie in Deutschland gilt. Das Gebäude war zwischenzeitlich Residenz verschiedener Herzöge und Herrscher, auch Napoleon I. war darunter.

ald/bro/cfm

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