Rheinisches Duell: Der Kampf der Verfolger

SID
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Max Eberl redete um die besondere Brisanz des rheinischen Duells gar nicht erst herum. Bayer Leverkusen gegen Borussia Mönchengladbach, das sei schon in den vergangenen beiden Jahren der Kampf zweier Mannschaften "um diesen vierten Platz" in der Bundesliga gewesen, sagte Gladbachs Sportdirektor.

Das Spiel der beiden Champions-League-Aspiranten am Sonntag (Bundesliga: Bayer Leverkusen – Borussia Mönchengladbach um 18 Uhr im LIVETICKER) sei "besonders", nicht nur wegen der räumlichen Nähe der Konkurrenten.

Beide Mannschaften hätten "in den vergangenen Jahren wirklich sehr gute Leistungen gebracht", betonte Eberl.

Allerdings: Man dürfe sich nicht darauf versteifen, dass es nur ein Zweikampf zwischen Gladbach und Leverkusen sei, "es ist ein Sechs- oder Siebenkampf um die Plätze hinter Bayern München."

Gladbach und Leverkusen rangen dabei in den vergangenen beiden Spielzeiten miteinander um den letzten Champions-League-Platz. Jeweils hinter Bayern, Dortmund und RB Leipzig. 2019 mit dem besseren Ende für Leverkusen, dieses Jahr für die Gladbacher - und auch jetzt trennt den Vierten Leverkusen und den Fünften Gladbach nur ein Punkt.

Rose bleibt auf dem Teppich

"Da treffen zwei sehr, sehr gute Mannschaften aufeinander, die grundsätzlich auch in Form sind", sagte Trainer Marco Rose.

Das bewies sein Team zuletzt eindrucksvoll. Dem 1:0 im Topspiel gegen RB Leipzig am vergangenen Wochenende folgte ein beeindruckendes 6:0 in der Königsklasse bei Dynamo Kiew.

Für Rose aber kein Grund zum Abheben. Auch er erinnert sich noch an die Situation vor wenigen Wochen, als er nach nur fünf Punkten aus vier Spielen "andere Fragen" gestellt bekam. "Ich glaube nicht, dass irgendjemand bei uns so blöd ist und glaubt, das ist vom Himmel gefallen und geht einfach so weiter", sagte er zu den jüngsten Erfolgen und betonte: "Am Sonntag wartet auf uns das nächste Champions-League-Spiel."

Die Königsklasse strebt auch Leverkusen an. Peter Bosz blickt dabei einem noch härteren Weg als in den vergangenen Jahren entgegen. Es gehe nicht nur um seine Mannschaft und Gladbach. "Diese Saison gibt es da noch andere Vereine, die mit uns um die Plätze kämpfen", sagte Bosz.

Kopfball-Ungeheuer Leon Baily?

Nach zuletzt drei Siegen in der Liga gelang der Werkself am Donnerstag in der Europa League ein hart erkämpfter 4:2-Erfolg beim israelischen Pokalsieger Hapoel Be'er Scheva.

Die insgesamt rund 6000 Kilometer lange An- und Abreise ließ sich mit dem Sieg trotz kräftezehrender Wochen einfacher ertragen. "Wir haben drei Punkte geholt, das tut der Mannschaft insgesamt natürlich sehr gut", sagte Nationalspieler Jonathan Tah bei Nitro.

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Selbstvertrauen tankte besonders der Doppeltorschütze Leon Bailey.

Nach schwierigen Wochen und langer Corona-Quarantäne in seiner Heimat Jamaika kommt der einstige Shootingstar immer besser in Schwung. Auch in ungewohnter Rolle als Mittelstürmer. "Ich weiß, dass er ein sehr guter Kopfballspieler ist, auch wenn er nicht sehr groß ist. Dass er schnell und dribbelstark ist, wissen wir", sagte Trainer Peter Bosz: "Er steigert sich von Woche zu Woche."

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