Rheinenergie-Sprecher: „Nitratwerte bereiten in Köln keine Probleme“

Die Preisumstellung kommt nicht durch hohe Nitratwerte zustande.

Viele deutsche Wasserversorger erwarten wegen der höheren Nitratbelastung im Grundwasser deutliche Preissteigerungen beim Trinkwasser.

Seit Jahrzehnten werde zu viel Gülle und Mineraldünger auf Wiesen und Feldern verteilt, sagte Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes BDEW. Wegen der daraus folgenden hohen Nitratbelastung werde die Wasseraufbereitung immer schwieriger.

In einigen Regionen könne sich die Jahreswasserrechnung sogar um bis zu 62 Prozent erhöhen. Besonders prekär sei die Lage in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, aber auch in einigen Kreisen in Bayern, sagte Weyand der „Süddeutschen Zeitung“.

Wechsel des Preismodells aus anderen Gründen

Das betreffe vielleicht besonders intensiv genutzte landwirtschaftliche Flächen am Niederrhein, betont Rheinenergie-Sprecher Christoph Preuß. In Köln sei die Situation hingegen „entspannt“. „Nitratwerte bereiten in Köln keine Probleme“, betont Preuß. Seit Jahrzehnten gebe es hier eine intensive Kooperation mit Landwirten, so dass die Nitratwerte deutlich gesunken seien.

„1990 hatten wir im Kölner Norden noch eine Nitratbelastung von 35 Milligramm pro Liter gemessen“, so Preuß. „Heute sind es 21 Milligramm im linksrheinischen und 19 im rechtsrheinischen Köln.“ Die Tendenz sei weiter fallend. Im rechtsrheinischen Köln gebe es leicht höhere Schwankungen als im linksrheinischen Bereich.

Aktuell fragt die Rheinenergie bei Wasserkunden Angaben zum Haushalt ab, da sie erwägt, das Wasserpreismodell zu ändern. Mit Nitraten habe das aber nichts zu tun, so Preuß. „Vielverbraucher“ beteiligten sich derzeit überproportional an den Fixkosten.

„Entschieden wird über eine mögliche Umstellung des Preismodells erst zum Jahresende“, sagte Preuß weiter. Am Ende könnten Single-Haushalte etwas mehr zahlen als bisher. Entlastungen könnte es dagegen unter Umständen für Familien geben....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta