Die Rezession ist da, Deutschland ist am schlimmsten dran: EU

(Bloomberg) -- Angesichts der Energiekrise und der zweistelligen Teuerung hat die EU-Kommission ihre Wachstumsprognose für das nächste Jahr auf ein Niveau gesenkt, das nur hauchdünn über der Stagnation liegt. Besonders pessimistisch sind die Experten für Deutschland. Die Inflationsprognosen wurden allesamt heraufgesetzt.

2023 sieht die Kommission die Wirtschaftsleistung des Euroraums um nur noch 0,3% steigen. Bisher hatte sie noch ein Plus von 1,4% prognostiziert. Die Schätzung für 2022 wurde indessen auf 3,2% erhöht, da sich die Konjunktur bislang widerstandsfähiger gezeigt hat als angenommen.

Die Wirtschaftskraft Deutschlands wird den Prognosen zufolge 2023 stärker schrumpfen als jedes andere Mitglied der Eurozone. Nur Schweden scheint in der EU ähnlich stark betroffen.

“Angesichts der großen Unsicherheit, des hohen Drucks auf die Energiepreise, des Kaufkraftverlusts der Haushalte, des schwächeren außenwirtschaftlichen Umfelds und der restriktiveren Finanzierungsbedingungen wird erwartet, dass die EU, der Euroraum und die meisten Mitgliedstaaten in eine Rezession abgleiten”, so die Kommission. “Es wird erwartet, dass sich der Inflationshöhepunkt durch den zunehmenden Preisdruck auf das Jahresende verlagert hat.”

Für 2022 rechnet die EU-Kommission inzwischen mit einem Inflationsmittel von 8,5%, gefolgt von 6,1% Teuerung im Jahr 2023. Beide Schätzungen liegen erheblich über der Prognose vom Juli.

Überschrift des Artikels im Original:EU Says Recession Is Now Here and Inflation Shock Will Linger On

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