Rewe verbannt das wohl beliebteste Gratisprodukt

Jonas Lotz
Plastikbeutel

Obwohl bereits so gut wie alle Supermarktketten wie Aldi, Lidl und Rewe Plastiktüten von der Kasse verbannt haben und nun auf Mehrwegalternativen setzen, finden Kunden Wege, bei spontanen Einkäufen doch noch Plastiktüten verwenden zu können. Mit dem sogenannten Knotenbeuteln, mit denen Obst und Gemüse verpackt wird, kann diese Vorgabe leicht umgangen werden. 

In einem siebenwöchigen Test will Rewe nun auch den Verbrauch dieser dünnen Plastiktütchen reduzieren. Wie die Rewe Group in einer Pressemitteilung schreibt, sollen bundesweit in rund 120 Filialen zwei Varianten erprobt werden. In 19 Filialen werden die Kunden momentan über verschiedene Kommunikationswege darüber informiert, dass Obst und Gemüse von Natur aus eine „Schutzhülle“ haben und ohne Probleme im Einkaufswagen oder in mitgebrachten Behältnissen verstaut werden können. So sollen die Kunden animiert werden, auf die Knotenbeutel zu verzichten.

Mehrweg-Frischenetze sollen Knotenbeutel ersetzen

In den restlichen 100 Märkten bietet Rewe momentan spezielle Mehrweg-Frischenetze an, die im Zweierpack für 1,49 Euro erworben werden können. Mithilfe eines Strichcodes am Netz wird dessen Gewicht an der Kasse automatisch vom Warengewicht abgezogen. Bis zum 27. November will man die Resonanz und Akzeptanz der Kunden ermitteln und anschließend auswerten.

Um Plastikmüll auch in Zukunft noch weiter zu reduzieren, plant Rewe ab November Bananen nur noch ohne Folienverpackung anzubieten. Bio-Avocados und Bio-Süßkartoffeln sollen mit einem gebündelten Lichtstrahl gebrandet werden, der ein Logo in die oberste Pigmentschicht graviert. Bei den Bio-Äpfeln verwendet Rewe ein neuartiges Verpackungsmaterial, das zu 40 Prozent aus sonnengetrocknetem Gras und nur zu 60 Prozent aus Holz besteht.

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