Revierderby: Beide Seiten müssen überzeugen

SID
·Lesedauer: 2 Min.

Die enttäuschende Leistung in Rom steckt noch in den Köpfen. Und jetzt wartet der Erzrivale, der so lange nicht gewonnen hat, dass er in diesem Revierderby kaum etwas zu verlieren hat. Also sah Michael Zorc die Zeit gekommen, seine Spieler wachzurütteln.

"Sie wollen unser Spiel kaputt machen. Darauf muss jeder Spieler vorbereitet sein", sagte Borussia Dortmunds Sportdirektor vor dem Duell gegen Schalke 04 am Samstag (Bundesliga: Borussia Dortmund – FC Schalke um 18.30 Uhr im LIVETICKER) und forderte: "Wir wollen eine Reaktion sehen."

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Die ist auch dringend nötig, um die leidliche Mentalitätsdebatte nicht wieder aufkochen zu lassen.

Dafür forderte Zorc von dem Team eben jene Tugenden, die zum Einmaleins des Fußballs zählen. Und in einem Derby umso mehr: "Kampf, Laufbereitschaft und Emotionen".

In der Champions League beim 1:3 bei Lazio Rom hatte der BVB genau dies nicht auf den Platz gebracht. In Rom hätte man "die Abstandsregeln im Spiel gegen den Ball vorbildlich eingehalten", kommentierte Zorc süffisant. Trainer Lucien Favre versprach: "Das Spiel gegen Schalke wird ganz anders."

Schalke schwer verunsichert - Baum kämpferisch

Wenn die Mannschaft dieser Ankündigung Taten folgen lässt, geht sie als großer Favorit in dieses Duell. In der Bundesliga stimmen die Ergebnisse - das 0:2 in Augsburg mal ausgeklammert. Der mehrfach angezählte Favre konnte zumindest bisher in einem etwas ruhigeren Umfeld arbeiten.

Für seinen Schalker Gegenüber Manuel Baum gilt das nicht.

Der Trainer hat eine höchst verunsicherte Mannschaft übernommen - eine, die seit 20 Spielen in der Liga nicht gewonnen hat und die mental angeschlagen ist. Aber Baum gibt sich kämpferisch.

"Wir wollen, dass die Fans ein Lächeln auf dem Gesicht haben", sagte der 41-Jährige bei Sportschau.de: "Es wäre eine Riesengeschichte, wenn wir gegen Dortmund von der Leidenschaft her ein ähnlich Spiel wie gegen Union auf den Platz bringen und dann auch spielerisch noch besser werden."

Baum: Es fehlt die Fantasie zum Tore schießen

Baum, der Nachfolger des entlassenen David Wagner, hat schnell registriert, dass sein Team vor allem psychisch angeschlagen ist. Den Spielern fehle in der aktuellen Phase "die Fantasie, Tore zu schießen", sagte er.

Mit anderen Worten: Das Team, das bislang nur zwei Treffer erzielt hat, glaubt selbst kaum noch, dass es Spiele gewinnen kann. Dabei wäre gerade im Derby ein Sieg so wichtig wie vielleicht nie.

Um die fatale Entwicklung aufzuhalten, will Baum bei seinen Spielern wieder für ein gutes Gefühl sorgen. "Wenn das entsteht, geht der Kopf auch wieder hoch", sagte er: "Wir wollen mit dem Trainerteam die Mannschaft in die Richtung führen, dass wir Erfolg auf dem Platz haben."

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