Reuter lobt FCA-Überflieger Max ins DFB-Team

Sportinformationsdienst (SID), Markus Bosch
Philipp Max vom FC Augsburg wird mit dem Nationalteam in Verbindung gebracht

Der FC Augsburg ist die Positiv-Überraschung der laufenden Saison. Punktgleich mit Borussia Dortmund liegt die Elf von Traner Manuel Baum überraschend auf Platz 7. Vor der Saison als Abstiegskandidat gehandelt, klopfen die Schwaben inzwischen an die Tür zu den Europapokalplätzen. Mit 22 Punkten nach 14 Spielen steht Augsburg glänzend da.

Michael Gregoritsch (22.) und Alfred Finnbogason (43./Foulelfmeter und 86.) sorgten beim 3:1 für den ersten Sieg in Mainz seit sechs Jahren. Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer von Gerrit Holtmann (85.) sorgte nur ein paar Sekunden für Spannung. In den vergangenen fünf Spielen, darunter die 0:3-Niederlage bei den Bayern, holte Augsburg zehn Zähler.

Max Kandidat für das DFB-Team?

Einer der Hauptverantwortlichen für den Höhenflug ist Linksverteidiger Philipp Max. Mit sieben Assists ist der 24-Jährige der Topscorer der Bundesliga. Kein Wunder, dass er mittlerweil sogar als Kandidat fürs DFB-Team gilt - zumindest bei Stefan Reuter. Der FCA-Manager lobte ihn am Samstag ins Nationalteam.


"Früher oder später wird er dort landen, da müssen wir dem DFB aber keine Tipps geben", sagte der frühere Welt- und Europameister. Auf der Linksverteidigerposition tüftelt Bundestrainer Joachim Löw noch an der Ideallösung. Max könnte mit seinen starken Leistungen noch auf den WM-Zug aufspringen.

Sturm-Duo strahlt Torgefahr aus

Doch nicht nur Max alleine steht für den Höhenflug des FCA. In der Offensive sorgen Michael Gregoritsch und Alfred Finnbogason für ein Offensivspektakel. 

Gregoritsch war im Sommer vom Hamburger SV gekommen, er hatte dort in 55 Spielen zehn Tore erzielt. Im FCA-Trikot hat der Österreicher nun in 13 Spielen schon sieben Mal getroffen. Finnbogason steht sogar bei acht Saisontoren.

Baum mahnt zur Bodenhaftung

"Es macht Spaß, wenn man sich zu zweit im Sturm so gut versteht", sagte Gregoritsch, der den Foulelfmeter für Finnbogason herausgeholt hatte. Augsburgs Kapitän Daniel Baier ergänzte grinsend: "Dafür sind die beiden da. So viele haben wir da vorne nicht. Von mir braucht man das nicht zu erwarten."

Mit dem Trio Max, Finnbobogason und Gregoritsch ist bei den Fuggerstädtern der Glaube an eine erfolgreiche Saison gewachsen. "Träumen tun wir immer, aber nicht in Bezug auf die Tabellensituation", gab sich Baum als Mahner: "Wir tun gut daran, das jetzt zu genießen - aber nur für den Moment - und uns dann wieder auf die Arbeit zu besinnen."