Reus: "...weil wir einfach nichts daraus lernen"

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Reus:
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Der BVB ist aus der Champions League raus - und das, obwohl die Westfalen die ersten beiden Gruppenspiele gewonnen hatte.

Das 1:3 bei Sporting Lissabon war die dritte Pleite in Folge, so dass sich die Borussia vor dem letzten Gruppenspiel gegen Besiktas Istanbul mit der Europa League im kommenden Jahr anfreunden muss. 

Bedient zeigte sich Kapitän Marco Reus, der aber auch die Passivität der Gastgeber beklagte. 

Jubel gab es dagegen bei RB Leipzig nach einem 5:0 in Brügge. Die Stimmen von DAZN und aus der Mixed Zone.

Marco Rose (Trainer Borussia Dortmund):

„Wenn es reicht kompromissloser zu sein in einem so wichtigen Spiel in der Champions League, dann hast du ein Weiterkommen nicht verdient. Wir haben nichts zugelassen und waren ordentlich im Spiel ohne selber die großen Chancen zu haben. Das 0:1 fällt zu leicht, es ist zu einfach gegen uns Tore zu machen. Der Gegner war konsequenter und kompromissloser. Es ist eine herbe Niederlage, unser Ziel war es in allen drei Wettbewerben weiter vertreten zu sein, Champions League ist jetzt raus, das ist schon ein Einschnitt.“

... über die angespannte Personallage: „Es ist wie es ist, aber wir haben auch den Anspruch trotzdem Spiele zu gewonnen. Dafür ist der Kader groß genug. Dafür müssen wir kompromissloser werden. Wir haben in der zweiten Halbzeit besser gespielt, was Spielaktivität anbelangt.“

... über die Rote Karte:Ich habe die Situation nicht gesehen, der Schiedsrichter hat gesagt, dass es nach VAR eine klare Rote Karte war. Fakt ist, es ist die dritte Niederlage in Unterzahl in diesem Jahr.“

Marco Reus (Kapitän Borussia Dortmund):

„Wir diskutieren immer öfter über dieselben Fehler. Irgendwann ist es schwer zurückzukommen. Wir sind in Unterzahl besser als Sporting, die haben nichts für das Spiel getan und gewinnen 3:1, das ist schwer zu akzeptieren, das ist sehr bitter. Wir haben es im Kollektiv nicht gebracht, am Ende sind es individuelle Fehler wodurch die Tore entstehen. Sporting war total verunsichert und wir bringen sie ins Spiel, sie machen das 2:0 und die Zuschauer gehen dann natürlich mit. Es ist am Ende ein beschissener Abend. Wir sind raus und das ist die bittere Wahrheit. Wir haben gute Fußballer auf dem Platz gehabt. So passiv hätten wir sie nicht erwartet, aber egal, ob passiv oder nicht, sie haben 3:1 gewonnen und wir fahren ohne Punkte nach Hause, das ist schwer zu verstehen. 

... über den Unterschied zwischen den Auftritten in der Bundesliga und der Champions League:

„Das ist schwer zu erklären, wir haben zu viele Ups und Downs in zu kurzer Zeit. Wenn wir eine stabile Phase haben, kommt zu oft ein Spiel wie heute oder in Amsterdam und das wirft uns in unsere Entwicklung zurück, weil wir einfach nichts daraus lernen. Besonders in der Champions League hast du es nicht verdient, wenn du drei Spiele hintereinander verlierst. Wir müssen jetzt weiter machen - aber Fakt ist, dass wir raus sind und das müssen wir verdauen.“

Achim Beierlorzer (Co-Trainer RB Leipzig):

„Wenn wir in so einem wichtigen Spiel am Ende mit 5:0 dastehen, dann sind wir überglücklich, auch angesichts der Gesamtsituation, in der wir uns befunden haben. Wir haben es in der eigenen Hand, in Europa zu überwintern. Das ist das Wichtigste. Die Mannschaft hat die Situation super angenommen, ich kann nur den Hut ziehen.“

Kevin Kampl (RB Leipzig):

„Das war eine überragende Leistung, gerade auch angesichts der schwierigen Situation. Es ist sehr befreiend. Wir mussten dem Trainer und den Jungs zu Hause zeigen, dass sie sich auf uns verlassen können. Wir haben in der ersten Halbzeit ein Feuerwerk abgebrannt.“

Emil Forsberg (RB Leipzig):

„Wir haben ein super Spiel gemacht, ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Es passiert nicht so oft, dass man vier Tore in der ersten Hälfte macht, aber es war verdient. Wir haben jetzt noch ein wichtiges Spiel gegen Manchester City vor uns."

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