Retter Runjaic: Vom Helden zum Pechvogel

Reinhard Franke

Am 6. November 2017 wurde Kosta Runjaic als neuer Trainer des polnischen Erstligisten Pogon Stettin vorgestellt. Der ehemalige Trainer von 1860 München bekam einen Vertrag bis diesen Sommer.

Sein Vertrag sollte sich im Falle des Klassenerhalts verlängern. Und dieser Fall ist jetzt eingetroffen.

Drei Spieltage vor Saisonende schaffte Runjaic mit dem Klub ein kleines Wunder, die Rettung. Der 46-Jährige hatte die Stettiner mit sieben Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz übernommen. Umso bemerkenswerter ist der Klassenerhalt drei Spieltage vor dem Ende der Spielzeit.

Doch die Freude hielt nur kurz, denn einen Tag später verletzte sich der 46-Jährige und riss sich die linke Patellasehne. Am Montag wird Runjaic operiert.  


"Ich bin ein leidenschaftlicher Trainer und immer voll dabei", sagte er im Gespräch mit SPORT1. "In diesem Fall leider mit einem unglücklichen Ausgang. Aber wir haben den Klassenerhalt sicher geschafft und meine Jungs wissen, was sie zu tun haben, auch wenn ich jetzt mal nicht an der Seitenlinie stehe."

Trainings-Unfall statt Party

Das Malheur passierte im Überschwang, als Runjaic mit den Torhütern noch eine spaßige Extraschicht einlegen wollte. Nach der Operation muss Runjaic zwei Wochen liegen.  


Der gebürtige Wiener war ab der Saison 2016/2017 für die Münchner Löwen tätig, wurde dort aber am 22. November 2016 beurlaubt. Es folgte ein Streit vor dem Arbeitsgericht, doch im Mai diesen Jahres einigte sich Runjaic mit den Münchnern auf eine vorzeitige Vertragsauflösung.