„Reserven irgendwann aufgebraucht“ – Schwierige Lage setzt dem Eurowings-Chef zu

Dass die Integration mehrerer Marken eine heikle und komplizierte Arbeit ist, weiß Thorsten Dirks wie kaum ein anderer Manager. Als Chef von Telefónica Deutschland war er im Konzernvorstand auch für die Mehrmarkenstrategie verantwortlich. Und so dürfte der gebürtige Hamburger geahnt haben, auf was er sich da bei Eurowings einlässt.

Dort hat Lufthansa mehrere Beteiligungen zusammengefasst, auch ist der Billigableger die Plattform, die jene Teile aufgenommen hat, die der Konzern von der insolventen Air Berlin übernahm. All das muss Dirks nun sortieren.

Was der studierte Elektro-Nachrichtentechniker vielleicht nicht auf seinem Radar hatte, sind jene Querschüsse von außen, die seinen Job noch einmal schwerer machen. Streiks etwa der Fluglotsen in Italien und Frankreich sorgten in den vergangenen Wochen für vermehrte Flugausfälle und Verspätungen. Auch das sprunghafte Wetter mit der massiven Gewitterneigung störte den Flugbetrieb.

Das Problem: In dem auf starkes Wachstum ausgelegten Flugplan sind kaum Reserven für solche „Angriffe“ von außen. Es fehlt an Fluggerät und Mannschaften, die in der Not einspringen können. „Irgendwann sind die Reserven einfach aufgebraucht“, sagt Dirks dazu.