Rentnerin geht mit Brief an Donald Trump viral

Durch den Hype in den sozialen Medien könnte auch der Präsident auf den Brief aufmerksam werden. (Bild: AP Photo/Evan Vucci)

Irgendwann hat es Jonna Ramey einfach gereicht. Sie hat genug von Donald Trump als ihrem Präsidenten, weshalb sie einen Offenen Brief an ihn schrieb und darin ihre Gründe darlegte. Mittlerweile ist der Brief ein viraler Hit.

67 Jahre ist die Frau aus Salt Lake City, die der Redaktion der “Salt Lake Tribune” einen Offenen Brief an den Präsidenten schrieb, der dort als “Brief der Woche” veröffentlicht wurde. Richtig viele Leser aber bekam er, als die Schauspielerin  Alicia Mayer ihn mit den Worten  “‘Brief der Woche’ oder ‘Brief des verdammtes JAHRES’?” tweetete. 78 000 User teilten ihn ihrerseits, 162 000 gaben ihm ein Fave.

 

Zu Beginn schreibt die Rentnerin Jonna Ramey über ihre Eltern, die im Zweiten Weltkrieg gegen den Faschismus gekämpft haben. “Sie haben Freunde in diesem blutigen Krieg verloren, damit die ganze Welt frei von Faschismus sein könnte. Sie haben nicht gekämpft, damit einige weiße Leute die Vorherrschaft beanspruchen können oder dass die Nazis offen auf den Straßen von Amerika wandeln können.” Und dann fragt sie den Präsidenten: “Weiße Person an weißen Vorherrschaftler: Was stimmt nicht mit Ihnen?”

Die Gefahr geht nicht von Migranten aus

Sie erinnert den Präsidenten daran, dass es noch immer die Menschen europäischer Herkunft seien, denen ein großer Teil des globalen Besitzes gehöre und dass sie auch die meisten Institutionen anführen. Was ihre Zukunft gefährde, seien mitnichten Migranten. Vielmehr solle sich der Präsident auf die Verbesserung der Technologie, Unternehmensführung und den Klimawandel konzentrieren.

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Quasi nebenbei erwähnt sie, dass die Weltgemeinschaft den Krieg gegen den Faschismus der Nazis ebenso gewonnen habe wie den gegen die konföderierten Staaten von Amerika. Und so schließt der Brief: “Und schließlich, weiße Person an weißen Menschen: Wie meine Eltern vor mir werde auch ich nicht untätig sein, noch meine Rechte oder die Rechte anderer Amerikaner aufgeben, weil Sie denken, Sie seien besser als einige von uns. So funktioniert das nicht. Alle Amerikaner stehen Schulter an Schulter gegen Ihren Hass und Ihre Engstirnigkeit.”