Die Rente ist sicher? Warum dich diese 55 % beunruhigen sollten!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 2 Min.
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Die Rente ist sicher. Das ist inzwischen ein Witz geworden, über den kaum noch jemand lachen kann. Seit Jahren ist das durchschnittliche Rentenniveau dabei, zu sinken. Das heißt für viele Sparer, dass eine andere Form der Altersvorsorge vorhanden sein muss, um im Alter über die Runden zu kommen.

Wie sehr dich das Thema Rente beunruhigen sollte? Das zeigt ein neuer, spannender Einblick in die derzeitigen Niveaus. Hier ist, was Foolishe Investoren wissen sollten. Sowie, warum dich diese 55 % gerade jetzt beunruhigen sollten.

Rente: Was, wenn 55 % futsch sind?

Wenn es um das Thema Rente geht, können wir bereits seit einiger Zeit eine Menge zu den sinkenden Niveaus lesen. Allerdings macht dabei ein neuer Wert die Runde, der ebenfalls auf bedrückende Zustände bei diesem Thema hinweisen könnte: die Standardrente.

Wie die Deutsche Rentenversicherung jedenfalls für das Jahr 2020 angibt, lag das durchschnittliche Einkommen zuletzt bei 3.379,25 Euro pro Monat. Ein hoher Wert, ein niedriger Wert? Das soll uns im Folgenden nicht näher beschäftigen.

Viel wichtiger ist jedoch, was passiert, wenn wir das Niveau der Standardrente im Vergleich dazu sehen. Dieser Wert liegt in den westdeutschen Bundesländern bei 1.538,55 Euro. Sowie bei den neuen Bundesländern bei 1.495,35 Euro. Wenn wir das ins Verhältnis zum durchschnittlichen Einkommen setzen, so erkennen wir: Bei der Rente könnten plötzlich 55 % deines Einkommens fehlen.

55 % deines Einkommens fehlen bei der Rente? Und das sogar wenn wir die Standardrente in den Fokus rücken? Das zeigt in meinen Augen sehr deutlich, dass die Altersvorsorge in sehr vielen Fällen eben nicht gewährleistet ist. Foolishe Sparer müssen privat vorsorgen, um diese Lücke zu schließen.

Ja, 55 % sind mehr als die Hälfte

Auch auf die Gefahr hin, dass ich dich auf das Offensichtliche hinweise: Aber 55 % sind mehr als die Hälfte, die beim Thema Rente fehlen. Das heißt, trotz eines Erwerbslebens und eines durchschnittlichen Einkommens wirst du nicht einmal die Hälfte deines letzten Einkommens im Alter bekommen. Das ist ein Durchschnittswert und er kann im Einzelfall abweichen. Trotzdem ist die Ausgangslage prekär.

Foolishe Sparer sollten daher besser möglichst frühzeitig eigene Vorkehrungen treffen. Und das impliziert nicht nur Sparen, sondern auch Rendite über lange Zeiträume hinweg. Damit kann man eine solche Lücke möglicherweise stopfen. Oder zumindest füllen.

Vielleicht die wichtigste Erkenntnis: Die Rente erscheint mir nicht sonderlich sicher. Weder in den letzten Jahren und auch die aktuellen Zahlen zeigen, dass die letzten Einkünfte vom Niveau der Standardrente bedeutend abweichen. Eine bittere Überraschung, vor allem, wenn dich das im Alter plötzlich treffen sollte.

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