Renntauben: Eine neue Chance - im Gefängnis

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18 ehemalige Renntauben, die vom britischen Tierschutzverband RSPCA gerettet wurden, haben ein ungewöhnliches neues Zuhause gefunden: Sie leben jetzt im Gefängnis.

Die Vögel waren im März vom Tierschutzverein aufgenommen worden, nachdem sich der Besitzer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr um sie kümmern konnte. Sie mussten zunächst einmal aufgepäppelt werden, denn sie waren stark unterernährt und ausgetrocknet. "Obwohl er seine Tiere liebte, hatte sich der Besitzer bereit erklärt, sie uns zu übergeben", erklärte RSPCA-Officer-Kirsten Ormerod. "Wir verstehen, dass es keine einfache Entscheidung war, aber wir sind froh, dass wir helfen konnten. Es war für die Vögel das Beste."

Die Tiere wurden zunächst im RSPCA-Zentrum Mallydams Wood in East Sussex behandelt. Sie hatten keine Papiere und waren zum Teil unberingt. Dennoch war klar, dass es keine Wildvögel waren. "Einige hatten Federn an der Brust verloren und an ihren Füßen waren eingetrockneter Fäkalien, doch es dauerte nicht lange, bis sie sich erholten", freute sich Zentrumsleiter Richard Thompson.

Zwei der Vögel waren in Belgien gezüchtet worden, der Rest stammte aus Großbritannien. Der Tierarzt entfernte eine kleine Geschwulst an einem der Tiere, sie wurden zudem entlaust, entwurmt und gegen Kokzidiose behandelt. Anschließend machte man sich daran, eine neue Bleibe für den Schwarm zu finden.

Die fanden die Vögel im Gefängnis HMP Foston Hall in Derbyshire.

Dort waren bereits rund 40 Tauben, die aus verschiedenen Quellen zusammengetragen wurden, darunter auch Renntauben und seltene Rassen. Im Rahmen eines Tierpflegekurses, welcher von einem Bildungsanbieter geleitet wird, kümmern sich die Insassen um die Tiere.

Ein Sprecher der Gefängnisbehörde betonte: "Bildungsprogramme wie diese bereiten Gefangene auf Jobs nach ihrem Gefängnisaufenthalt vor. Damit werden sie seltener rückfällig und die Öffentlichkeit ist sicherer."

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