Rast-Sohn Liam sagte DTM-Titelgewinn voraus

Rene Rast merkt schon eine veränderte Wahrnehmung


Seit gut zwei Wochen ist Rene Rast DTM-Champion 2017 und surft seither auf der Welle dieses unerwarteten Erfolges. "Ich wünsche mir, dass es so gelassen weitergeht wie bisher", sagt der Audi-Pilot im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Ich hatte keinen Stress - es hat alles nur viel Spaß gemacht. Ich schwebe noch auf dem Hoch. Das Wichtigste ist, dass das ganze Thema nicht übergekocht wird. Das Schlimmste wäre, wenn du nach drei Wochen denkst: 'Boah, ich will nicht mehr Meister werden'."

Bevor es so weit kommt, findet der 30-Jährige den Halt spätestens bei seiner Familie wieder. Die hat ihm im Titelkampf nämlich nicht nur den Rücken gestärkt, sondern auch die Freude danach versüßt: "Einer der schönsten Momente war, als ich nach Hause gekommen bin und meine Familie wiedergesehen habe, die sich natürlich mit mir gefreut hat. Sie haben mir auch das ganze Jahr über zur Seite gestanden." Sohn Liam spielte dabei eine besondere Rolle.

Sechs Fahrer mit Titelchancen

Vor dem finalen Wochenende der DTM-Saison 2017 hatten noch sechs Fahrer die Chance auf den Titel. Unter dem Audi-Quartett, dass die besten Chancen hatte, war Rookie Rast nicht gerade der Top-Favorit. Doch bereits nach dem Samstagsrennen schien er die besten Karten zu haben - das hat sogar sein knapp einjähriger Filius erkannt.

"Meine Freundin hat mir am Sonntagmorgen ein Video geschickt, in dem sie meinen Sohn gefragt hat: 'Welchen Platz macht Papa heute'", erzählt Rast. "Da hat er seinen kleinen Finger gehoben und sein erstes Wort gesagt: 'Eins'. Er hat's vorausgesagt!"

Aber nicht nur Zuhause hat man erkannt, dass der Rennfahrer aus Minden jetzt zu einem anderen Kaliber gehört. Zwar hatte Rast schon zuvor achtbare Erfolge in den verschiedensten Serien vorzuweisen. Aber "das hat schon mehr Wert, als so ein Porsche-Carrera-Cup-Titel.", wie er selbst erkannt hat.

"Man merkt schon, dass die Resonanz fünf bis zehnmal mehr ist als das, was ich vorher erfahren habe. Man merkt, dass die DTM in der Öffentlichkeit mehr wahrgenommen wird. Was ich an Feedback bekommen hat war enorm - damit hätte ich nicht gerechnet."

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