Renault erzielt bestes Ergebnis seiner Geschichte

Der französische Autobauer Renault hat im vergangenen Jahr das nach eigenen Angaben beste Ergebnis seiner Geschichte erzielt

Mit dem besten Ergebnis der Unternehmensgeschichte im Rücken soll Renault-Chef Carlos Ghosn auch die nächsten Jahre die Geschicke des französischen Autoherstellers lenken. Der Verwaltungsrat verlängerte den Vertrag Ghosns um vier Jahre - die Aktionäre müssen dies noch absegnen. Renault steigerte den Umsatz 2017 um knapp 15 Prozent auf 58,8 Milliarden Euro, der Gewinn stieg um 50 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro.

Der Verwaltungsrat würdigte am Donnerstag die "außergewöhnlichen Ergebnisse" unter Ghosn, der Renault seit 2005 führt. Das Führungsgremium sprach ihm sein "volles Vertrauen" als Chef von Renault und als Chef der Allianz zwischen Renault und den japanischen Autobauern Nissan und Mitsubishi aus.

Im Dezember hatte es noch geheißen, der Konzern suche bereits für dieses Jahr nach einem Nachfolger für den 63-jährigen Ghosn. Am Montag verlautete dann aber aus dem französischen Finanz- und Wirtschaftsministerium, der Vertrag mit ihm solle verlängert werden. Der französische Staat ist mit 15 Prozent an Renault beteiligt.

Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire sagte der Nachrichtenagentur AFP, Ghosn habe einer Senkung seines Gehalts um 30 Prozent zugestimmt. Im vergangenen Jahr hatte der Staat sich gegen Ghosns Gehalt in Höhe von 7,25 Millionen Euro ausgesprochen, weil er es für zu hoch hielt.

Renault mit den Marken Renault, Dacia, Alpine und Lada verkaufte im vergangenen Jahr 3,76 Millionen Autos. Die Umsatzsteigerung um 14,7 Prozent verdankt der Konzern zum großen Teil der Eingliederung des russischen Avtovaz-Konzerns - ohne sie läge die Umsatzsteigerung bei 9,4 Prozent.

Der Verwaltungsrat gab Ghosn auf, den Strategieplan Drive the Future umzusetzen, mit dem der Umsatz bis 2022 auf 70 Milliarden Euro gesteigert werden soll. Der Chef soll zudem die Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi stärken und seinen Nachfolger aufbauen: Zum Stellvertreter ernannte das Aufsichtsgremium den für Wettbewerb zuständigen 54-jährigen Vorstand Thierry Bolloré.