Renault-Junior hofft: Ricciardo-Wechsel könnte meine Chance sein

Ruben Zimmermann

Bei den virtuellen Formel-1-Rennen geht Nachwuchspilot Christian Lundgaard bereits für Renault an den Start. Und für die Saison 2021 hofft der Däne sogar auf ein echtes Cockpit bei den Franzosen. "Ich denke, sie warten darauf, was Ricciardo macht. Wenn er das Team verlässt, könnte das meine Chance sein", erklärt der der 18-Jährige gegenüber 'BT'.

"Es liegt nicht in meinen Händen", weiß Lundgaard, der seit 2017 Teil des Renault-Nachwuchsprogramms ist. Während Esteban Ocon bei den Franzosen bis Ende 2021 unter Vertrag steht, läuft der Kontrakt von Daniel Ricciardo nach der Saison 2020 aus. Klar ist, dass ein Formel-1-Aufstieg für Lundgaard sehr schnell kommen würde.

Im vergangenen Jahr ging er noch in der Formel 3 an den Start, 2020 wird er - sobald die Saison beginnen kann - in der Formel 2 fahren. "Es ist schwer zu sagen, ob ich 2021 für die Formel 1 bereit wäre", räumt auch der Däne selbst ein. "Niemand weiß, wann die Saison 2020 wieder losgeht", erklärt er im Hinblick auf die aktuelle Coronakrise.

Beim Saisonfinale 2019 feierte Lundgaard sein Debüt in der Formel 2. In diesem Jahr bleiben ihm bei einem verkürzten Kalender möglicherweise nur eine Handvoll weitere Rennen, um sich bei Renault für größere Aufgaben zu empfehlen. Der Däne erklärt allerdings selbstbewusst, dass er schnell lerne und sich gut an neue Umgebungen anpassen könne.

Als eine Art Training dienen aktuell zumindest die virtuellen Rennen. "Natürlich ist es nicht das gleiche, wie auf der [echten] Strecke zu fahren", weiß Lundgaard, der allerdings davon überzeugt ist, dass er im Simulator trotzdem "viel lernen" könne. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob Renault für die Saison 2021 überhaupt Bedarf an einem neuen Piloten haben wird.

Denn es ist nicht ausgeschlossen, dass Ricciardo seinen Vertrag verlängern wird.

Mit Bildmaterial von LAT.