Renault bedankt sich für Kulanz bei Alonsos "Young-Driver"-Test

Juliane Ziegengeist
·Lesedauer: 2 Min.

Ein Young-Driver-Test ist eigentlich - wie der Name schon sagt - für Nachwuchsfahrer gedacht. Dass ausgerechnet Formel-1-Rückkehrer Fernando Alonso bei eben jenem Test teilnehmen darf, stößt vielen Konkurrenzteams bitter auf.

Der Spanier wird 2021 nach einer zweijährigen Pause sein Comeback in der Königsklasse feiern. Den eintägigen Test am 15. Dezember will er nutzen, um sich weiter mit dem R.S.20 aus der aktuellen Saison vertraut zu machen, den er bisher nur im Rahmen eines Filmtages für 100 Kilometer fahren konnte.

Dass die FIA grünes Licht für Alonsos Teilnahme am Young-Driver-Test gegeben hat, goutiert Renault-Teamchef Cyril Abiteboul mit wohlwollenden Worten: "Wir möchten der FIA und der Formel 1 für die Annahme unserer Testpläne danken."

Er wertet sie als "Anerkennung unseres Engagements für junge Fahrer im gesamten Junioren-Motorsport und von Fernandos eigenem Engagement für die Förderung der Karrieren junger Talente". Neben Alonso wird auch Testfahrer Guanyu Zhou am 15. Dezember für Renault im Einsatz sein.

Das chinesische Nachwuchstalent ist derzeit Achter in der Formel-2-Meisterschaft 2020. Er konnte bisher einen Sieg und fünf Podestplätze verzeichnen. In diesem Jahr absolvierte er bereits fünf Testtage in der Formel 1, mit Einsätzen im R.S.18 in Budapest, Bahrain und Abu Dhabi, letzteres an der Seite von Alonso.

"Für Fernando wird dies der nächste Schritt auf seinem Weg zurück sein. Er hat unermüdlich gearbeitet, um sicherzustellen, dass er für 2021 so bereit ist, wie er nur sein kann. Er möchte seinen vollen Beitrag leisten - nicht nur für das Team, sondern auch für die Fans und den Sport, den er in den vergangenen zwei Jahren verpasst hat", so Abiteboul.

Zhou habe die Vorteile der Renault Sport Academy erfahren, zu der er im vergangenen Jahr stieß. "Er hat hart gearbeitet und durch seine Arbeit im Simulator und im Testprogramm einen echten Beitrag zur Performance des Teams geleistet. Ich freue mich, dass er den R.S.20 fahren kann, um seine bisherige Reise zu ergänzen."

Mit Bildmaterial von Renault.