Rekordpleite für RB bei Gnabrys Gala

RB Leipzig büßt gegen Hoffenheim Punkte ein

Vizemeister RB Leipzig ist auf der Verfolgung von Spitzenreiter Bayern München schwer gestrauchelt.

Die Sachsen unterlagen am 14. Spieltag 0:4 (0:1) bei der TSG Hoffenheim und kassierten damit ihre bislang höchste Niederlage in der Bundesliga. Für die Leipziger war es die erste Niederlage nach vier Pflichtspielen ohne Pleite.

Nadiem Amiri (13.), Serge Gnabry (52./62.) und Mark Uth (87.) trafen für die Hoffenheimer, die einen großen Schritt aus der Krise machten. Zuvor hatte die TSG nur zwei der zurückliegenden zwölf Pflichtspiele gewonnen.

Sein zweites Tor erzielte Gnabry vom Mittelkreis aus mit einem Heber über RB-Keeper Peter Gulacsi. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

"Kein guter Tag von uns"

"Wir haben gut reingefunden bis zum ersten Gegentor. Wir schaffen es nicht, Chancen herauszuspielen, weil uns der Tiefgang gefehlt hat. Es war kein guter Tag von uns", erklärte Leipzigs Diego Demme nach der Partie bei Sky.

Trainer Ralph Hasenhüttl stieß in die selbe Richtung: "Wir waren heute kein ebenbürtiger Gegner. Wir haben es nicht gut gemacht. Wir haben viel von dem vermissen lassen, was die Mannschaft sonst auszeichnet."

Hopp will gegen Anfeindungen vorgehen

Beide Mannschaften müssen in der nächsten Woche im Europacup antreten. Leipzig kämpft am Mittwoch gegen Besiktas um seine letzte Chance auf den Einzug ins Achtelfinale der Champions League.

Hoffenheim ist schon vor der abschließenden Partie in der Gruppenphase der UEFA Europa League am Donnerstag gegen Ludogerets Rasgrad ausgeschieden.(Tabelle der Bundesliga)


Vor der Partie hatten beide Klubs für Schlagzeilen gesorgt. Aufseiten der Leipziger hatte Sportdirektor Ralf Rangnick einen Wechsel von Nationalstürmer Timo Werner zu Champions-League-Sieger Real Madrid ausgeschlossen. Zudem gab Trainer Ralph Hasenhüttl zu Protokoll, dass er sich nicht als Nachfolger von Jupp Heynckes bei Bayern München sieht.

Bei der TSG dementierte Coach Julian Nagelsmann Kontakte zu DFB-Pokalsieger Borussia Dortmund. Mehrheitseigner Dietmar Hopp kündigte an, die Anfeindungen gegnerischer Anhänger nicht länger hinnehmen zu wollen und juristisch dagegen vorzugehen.(Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

"Wahrscheinlich die beste Saisonleistung"

Vor 28.299 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena waren die Hoffenheimer in der Anfangsphase die aggressivere Mannschaft. Das wurde schnell durch den Treffer Amiris nach Vorarbeit von Lukas Rupp belohnt. Die Gäste, bei denen Marcel Sabitzer fehlte, schienen erst nach dem Rückstand so richtig auf dem Platz zu sein.

Die Highlights des Spieltags am Sonntag ab 9.30 Uhr bei Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Hoffenheims Manager Alexander Rosen erklärte die Leistung der Kraichgauer nach der Partie bei Sky: "Es war eine super Leistung unserer Mannschaft, wahrscheinlich sogar die beste Saisonleistung. Man sieht, wie gut es unserem Team tut wenn wir trainieren können." 

Die Sachsen erhöhten die Schlagzahl, gute Chancen konnte sich RB aber nicht erarbeiten. Die Kraichgauer, die ohne Nationalstürmer Sandro Wagner und den gesperrten Abwehrchef Kevin Vogt auskommen mussten, verteidigten geschickt.

Zudem setzte die TSG immer wieder Nadelstiche in der Offensive. Dass die Führung zur Pause Bestand hatte, ging in Ordnung. Von der vielgepriesenen RB-Offensive um Werner war im ersten Durchgang so gut wie nichts zu sehen.

Hasenhüttl reagiert zur Halbzeit

Hasenhüttl reagierte und brachte zu Beginn der zweiten Halbzeit gleich zwei Neue. Dayot Upamecano und Lukas Klostermann mussten Platz machen, für sie kamen Stefan Ilsanker und Bruma. Die Maßnahme brachte keinen Erfolg - im Gegenteil: Gnabry baute den Hoffenheimer Vorsprung mit seinem ersten Saisontor aus.


Zehn Minuten später zeigte die Bayern-Leihgabe dann ganz große Kunst: Gnabrys Heber aus 40 Metern landete im Netz der Gäste.

Kurz darauf erhielt der Angreifer bei seiner Auswechslung Standing Ovations der Zuschauer. Leipzig blieb dagegen eine einzige Enttäuschung.