Rekordmeister unter Druck: Trainer-Machtkampf bei den Bayern

Am Boden: Der Franzose Franck Ribéry vom deutschen Rekordmeister FC Bayern München erlitt im Bundesligaspiel gegen Hertha eine schwere Knieverletzung

München/Essen.  An diesem Dienstag könnte es einigen Spielern des FC Bayern vorkommen, als befänden sie sich auf einer Kur. Sie werden einen Trainer vorfinden, von dessen Spielidee und Kompetenz sie überzeugt sind. Sie werden sich in eine Mannschaft einfügen, die trotz aller Konkurrenz ein gemeinsames Ziel verfolgt. Und vermutlich werden Thomas Müller, Mats Hummels, Jérôme Boateng, Joshua Kimmich, Sebastian Rudy und Niklas Süle auch spüren, dass das intakte Binnenklima von einer einheitlichen Linie aller Vorgesetzten getragen ist. Allein, die angeforderten sechs deutschen Nationalspieler des FC Bayern werden all das nicht in München vorfinden. Sondern in Frankfurt, wo Bundestrainer Joachim Löw den Beginn der Vorbereitung auf die WM-Qualifikationsspiele in Nordirland und gegen Aserbaidschan angesetzt hat. Passenderweise am Tag der Deutschen Einheit.

Tage der bayerischen Einigkeit sind dagegen nicht auszumachen. Das 2:2 bei Hertha BSC verstärkte den zerfaserten Eindruck, den der kriselnde Meister abgibt.

Ribéry fällt mit Außenbandriss lange aus

Symbolisch unterfüttert wurde das Bild der Münchner Malaise von Franck Ribérys Verletzung. Der Franzose zog sich in Berlin einen Außenbandriss im linken Knie zu, die Hinrunde dürfte für den 34-Jährigen gelaufen sein.

Es fügt sich in die unheilvolle Gemengelage, dass die Suche nach einem Nachfolger für den beurlaubten Carlo Ancelotti andauert. "Zusammen mit Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge werde ich den Trainer suchen", sagte Sportdirektor Hasan Salihami...

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