Firmenbilanzen beflügeln US-Börsen


Eine Reihe ermutigender Unternehmensergebnisse hat den US-Börsen am Dienstag Auftrieb gegeben. Zudem profitierten die Märkte von Hoffnungen, dass US-Präsident Donald Trump mit seiner Steuerreform vorankommt. Der Standardwerteindex Dow Jones schloss 0,7 Prozent höher auf einem Rekordhoch von 23.441 Punkten. Der breiter gefasste S & P-500 erhöhte sich um 0,2 Prozent auf 2569 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,2 Prozent auf 6598 Punkte.

Zu den Favoriten gehörten die Aktien von General Motors (GM), die rund drei Prozent zulegten. Der Verkauf der deutschen Tochter Opel riss zwar ein tiefes Loch in die Bilanz, operativ verdiente der größte US-Autobauer aber mehr als erwartet.

Die Aktien von Caterpillar sprangen knapp fünf Prozent in die Höhe. Dank eines überraschend starken Quartalsergebnisses hob der weltgrößte Baumaschinen-Hersteller seine Ziele für das Gesamtjahr zum dritten Mal an.


Der Industriekonzern United Technologies verdiente dagegen im dritten Quartal weniger. Der Gewinn fiel um 7,8 Prozent auf 1,33 Milliarden Dollar, obwohl der Umsatz um fünf Prozent auf 15 Milliarden Dollar stieg. Hintergrund waren höhere Ausgaben zum Hochfahren der Produktion von treibstoffsparenden Triebwerken. Die United-Aktie ließ gegen den allgemeinen Markttrend ein Prozent Federn.

Der Dax verteidigte die psychologisch wichtige 13.000er Marke. Vor der EZB-Ratssitzung am Donnerstag scheuten Anleger allerdings größere Käufe. Dax und EuroStoxx50 notierten am Abend jeweils knapp im Plus bei 13.013 und 3613 Punkten.


An der New York Stock Exchange wechselten rund 780 Millionen Aktien den Besitzer. 1545 Werte legten zu, 1328 gaben nach und 184 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,8 Milliarden Aktien 1462 im Plus, 1424 im Minus und 235 unverändert.

Die US-Kreditmärkte ließen nach Medienberichten Federn, wonach die Republikaner im Senat dem Ökonomie-Professor John Taylor als neuem Chef der US-Notenbank positiv gegenüberstehen. Er steht für eine andere, deutlich weniger flexible Ausrichtung der Geldpolitik. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 13/32 auf 98-16/32. Die Rendite stieg auf 2,4226 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 28/32 auf 96-11/32 und rentierte mit 2,9331 Prozent.