Leverkusen holt Retsos und Alario für 36,5 Millionen Euro Ablöse

SID
Leverkusen holt Retsos und Alario für 36,5 Millionen Euro Ablöse

Bayer Leverkusen hat kurz vor Ende des Sommer-Transferfensters tief in die Tasche gegriffen und den Kader mit zwei Profis für insgesamt 36,5 Millionen Euro verstärkt. Der Fußball-Bundesligist verpflichtete den argentinischen Stürmer Lucas Alario (24) von River Plate Buenos Aires und Abwehrtalent Panagiotis Retsos (19) von Olympiakos Piräus. 
Alario besitzt noch keine Spielberechtigung für Leverkusen, die Freigabe durch den argentinischen Verband wird aber in den nächsten Tagen erwartet. Da Bayer die festgeschriebene Ablösesumme nach eigenen Angaben überwiesen hat, ist der Spieler vertragslos. 
17,5 Millionen investierten die Rheinländer für den Hellas-Teenager und 19 Millionen für den Gaucho. Damit bleibt Nationalspieler Kevin Volland, der vor Jahresfrist für 20 Millionen Euro von 1899 Hoffenheim an den Rhein gewechselt war, der Bayer-Rekordeinkauf.
Erwartungsgemäß gaben die Leverkusener den slowenischen Nationalspieler Kevin Kampl (26), der noch einen Vertrag bis 2020 besaß, für 20 Millionen Euro Ablöse an Vizemeister RB Leipzig ab.
"Panagiotis Retsos hatte einige Angebote von Topklubs, die in diesem Jahr international spielen. Umso erfreulicher ist es für uns, dass er sich für Bayer 04 Leverkusen entschieden hat", kommentierte Bayer-Sportchef Rudi Völler. 
Der 24 Jahre alte Alario erhält beim Werksklub einen Fünfjahresvertrag bis 2022. Eigentlich sollte der neue Torjäger sogar die Vereins-Rekordablöse von 24 Millionen Euro kosten, doch dank eines Deals mit Alarios Ex-Klub CA Colon de Santa Fe, der noch 40 Prozent der Transferrechte hielt, konnte die Ablösesumme reduziert werden. 
Alario ersetzt den Mexikaner Javier Chicharito Hernandez, der zu West Ham United gewechselt war. Am vergangenen Montag hatten sich die Fronten zwischen beiden Klubs verhärtet, nachdem Alario auf Drängen der Rheinländer einen geheimen Medizincheck in einer Privatklinik in Buenos Aires absolviert hatte. 
River Plate hatte die Leverkusener daraufhin wegen angeblicher Anstiftung zur einseitigen Vertragsauflösung schriftlich aufgefordert, alle Wechselbemühungen einzustellen. Würde dies nicht in den nächsten 24 Stunden geschehen, drohten die "Millonarios" gar mit einer Klage beim Weltverband FIFA.