Rekord-Olympiasiegerin: Claudia Pechstein: Kämpferin auf Kufen

Die Aussicht stimmt: Claudia Pechstein auf dem Müggelturm

Bis nach oben sind es 126 Stufen. Claudia Pechstein nimmt jede einzelne ganz entspannt. Die leichte Röte ihrer Wangen führt in die Irre, sie hat nichts mit der Treppe zu tun. Die Eisschnellläuferin kommt, wie ihre blau und weiß leuchtenden Sportklamotten gleich verraten, gerade vom Training, dem zweiten auf dem Eis in dieser Saisonvorbereitung. Das hatte es in sich. Die Stufen zur Aussichtsplattform des Müggelturms erklimmt sie dennoch wesentlich unangestrengter als die Begleiter.

Der Aufstieg lohnt sich. "Der Blick ist der Wahnsinn", sagt Pechstein. Wir drehen eine Runde auf dem schmalen Gang um das kleine Treppenhaus. Sie hat Recht. Im Nordwesten liegt einem die Stadt zu Füßen, im Norden breitet sich der Müggelsee aus. Wenn das Wetter mitspielt, lässt sich im Südosten sogar die große Halle des Tropical Islands erkennen. Etwas südlich erstreckt sich das Wasserparadies der Dahme, im Westen grüßt der Tower des Flughafens Schönefeld.

Pechstein hält sich oft hier auf, ihrem Lebensgefährten Matthias Große gehört die Anlage, die zu DDR-Zeiten ein beliebtes Ausflugsziel war. Die Zeit hat viel verändert. "Nach der Wende lag der Turm lange brach. Ich bin stolz, dass Matthias sich jetzt darum kümmert", sagt Pechstein. Er will die maroden Gebäude komplett sanieren. Das Restaurant ist schon offen, die Terrasse an schönen Tagen gut besucht. "Als Kind war ich hier ein paar Mal im Jahr", erzählt Claudia Pechstein. Ihre Oma wohnte schon damals im angrenzenden Wendenschloss in Köpenick. Seit s...

Lesen Sie hier weiter!