Rekord mit 1.218 Drohnen bei den Olympischen Winterspielen

Die feierliche Eröffnung der Olympischen Winterspiele 2018 in Pjöngjang am Freitag war wie erwartet spektakulär. Ein Highlight folgte dem nächsten, aber die größte Sensation war wohl der Auftritt von 1.218 Intel-Drohnen und ihr Rekord-Flug.

Die Eröffnung der Olympischen Winterspiele 2018. (Bild-Copyright: Dmitri Lovetsky/AP Photo)

Zwar wurde der Simultanflug der 1.218 Drohnen aufgrund schlechter Wetterverhältnisse bereits vor einigen Tagen aufgezeichnet, trotzdem war er ein beeindruckender Teil der Eröffnungsfeierlichkeiten für die Olympischen Winterspiele 2018. Bereits zuvor bewies Intel, dass seine Drohnentechnologie überaus beeindruckend und überzeugend ist. Beim Super Bowl 2017 folgen 500 der auf Intels Shooting Star Plattform basierenden Quadrocopter. Dieses Mal sollte es aber noch größer werden.

Die Drohnen haben eine Spannweite von 30 cm und können laut “Hardwareluxx” mittels einer Schwarmsteuerung alle gleichzeitig angesteuert werden und bis zu einem gewissen Grad auch untereinander kommunizieren. Ohne diese Technologie wäre der Rekord-Simultanflug bei den Olympischen Winterspielen gar nicht möglich gewesen. Die Intel-Drohnen zeigten einen sich bewegenden Snowboarder über einer Piste und formten anschließend die fünf Olympischen Ringe.

Aber wie funktioniert die Shooting Star Plattform genau und wie behält sie die Kontrolle über so viele Maschinen? Der Trick ist, dass sie nicht nur aus den Drohnen, sondern auch aus der dazugehörigen Software besteht. Genauer gesagt einem 3D-Programm, in dem die konkreten Darstellungen und Animationen hinterlegt sind. Jeder Drohne wird dann ein “Pixel” dieser Darstellung zugeordnet. Die Drohne positioniert sich anhand dieser Zuordnung und leuchtet über die angebrachten RGB-LEDs in der gewünschten Farbe. Der Kurs wird also vorprogrammiert und dann nur noch abgespult.

Klingt etwas ernüchternd, aber allein der logistische Aufwand für die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele war gigantisch, denn die Akkus der Drohnen mussten alle rechtzeitig geladen und einsatzbereit verbaut werden. Keine leichte Aufgabe für die Intel-Helfer.

Sam Prosser, Commercial Director bei Guiness World Records, meint in einem offiziellen Statement: “Es war für uns sehr aufregend, mit Intel bei den Olympischen Winterspielen zu kooperieren. Sie verschieben die Grenzen der Drohnen-Lichtshow-Technologie immer weiter.” Angefangen habe alles mit 100 Drohnen. Der jetzige Rekord ist eine Steigerung von mehr als 100 Prozent.