„Reisen bitte absagen“: Im Facebook-Mutterkonzern plant Zuckerberg Massenentlassungen offenbar noch diese Woche

Der Chef von Meta, Mark Zuckerberg, plant, Tausende Mitarbeiter bis Mitte November zu feuern. - Copyright: Drew Angerer / Getty Images
Der Chef von Meta, Mark Zuckerberg, plant, Tausende Mitarbeiter bis Mitte November zu feuern. - Copyright: Drew Angerer / Getty Images

Es sieht so aus, als neige sich die Ära der großen Technologie-Erfinder allmählich dem Ende zu. Denn nach den Berichten über gnadenlose Massenentlassungen beim Kurznachrichtendienst Twitter, droht jetzt eine weitere Flut von Stellenstreichungen im Technologiesektor: Der Facebook-Mutterkonzern Meta plant einem Medienbericht zufolge Massenentlassungen, und das bereits in dieser Woche. Tausende Mitarbeiter seien von den Kündigungen betroffen, berichtet das „Wall Street Journal“ (WSJ) am Sonntag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die offizielle Ankündigung ist für Mittwoch geplant. Dem Bericht zufolge hat das Unternehmen seine Mitarbeiter bereits aufgefordert, nicht unbedingt notwendige Reisen ab dieser Woche abzusagen. Ein Sprecher von Meta lehnte eine Stellungnahme auf Anfrage des „WSJ“ ab. Dennoch wird aufgrund von Informationen Beteiligter erwartet, dass die Entlassungen mehrere Tausend Mitarbeiter betreffen. Meta hatte Ende September mehr als 87.000 Mitarbeiter.

Es gab viele Anzeichen für die Kürzungen

Geschäftsführer Mark Zuckerberg stellte im September Pläne zur Umstrukturierung und zum ersten Stellenabbau vor, nachdem sich das Wachstum der Muttergesellschaft von Facebook und Instagram stark verlangsamt hatte. Zuckerberg sagte damals, dass Meta im Jahr 2023 wahrscheinlich kleiner sein werde als in diesem Jahr.

Grund für die Massenentlassungen ist mit Sicherheit, dass der Mutterkonzern Meta mit Gewinnrückgängen zu kämpfen hat. Zugleich will Zuckerberg nicht damit aufhören, stark in die Entwicklung seines Metaverse zu investieren. Die Aktien des Unternehmens sind in diesem Jahr um 73 Prozent gefallen, der Gewinn brach im dritten Quartal um etwa die Hälfte auf 4,4 Milliarden US-Dollar ein. Das war das schlechteste Ergebnis seit 2019 und der vierte Rückgang in Folge. Außerdem verbuchte das Online-Netzwerk das zweite Umsatzminus in Folge. Die Erlöse schrumpften im Sommer-Quartal um vier Prozent auf 27,71 Milliarden Dollar.

Die Kürzungen bei Meta werden zu dem bereits zunehmenden Stellenabbau im Silicon Valley beitragen. Twitter hat in der vergangenen Woche nahezu 3700 Stellen gestrichen, nachdem Elon Musk die Übernahme der Social-Media-Plattform für 44 Milliarden Dollar durchgeführt hatte. Zu den anderen Unternehmen, die ebenfalls Stellen abgebaut oder entsprechende Pläne angekündigt haben, gehören der Fahrdienstanbieter Lyft Inc., der Festplattenhersteller Seagate Technology Holdings Plc, sowie Microsoft und Snap.