Reise ins Silicon Valley: Salihamidzic will von NFL-Team lernen

Kai Hartwig

Hasan Salihamidzic begibt sich mit Kollegen aus der Bundesliga auf Auslandsreise. Der Sportdirektor des FC Bayern nimmt gemeinsam mit Managern der ersten und zweiten Bundesliga sowie Vertretern des DFB an einem USA-Trip teil.


Im Rahmen der erstmals organisierten Leadership-Reise der DFB-Akademie besuchen die Fußball-Funktionäre, zu denen auch Fredi Bobic (Eintracht Frankfurt) und Sebastian Kehl (Borussia Dortmund) zählen, das Silicon Valley.

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"Ich finde es gut, wenn wir uns auf diese Weise mit der Entwicklung des Fußballs beschäftigen. Digitale Technologien werden heute überall eingesetzt", wird des Bosnier auf der Homepage des FC Bayern zitiert. 

Von der Reise erhoffen sich alle Beteiligten neue Erkenntnisse aus dem US-Sport und von US-Unternehmen, die möglicherweise auch für den deutschen Fußball von Vorteil sein könnten.

Salihamidzic hat es eine NFL-Franchise ganz besonders angetan: "Wir werden sehen, wie die San Francisco 49ers das im American Football machen." 

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Ex-FCB-Boss Hoeneß machte es vor

Auch sein ehemaliger Vorgesetzter, Ex-FCB-Präsident Uli Hoeneß, hatte sich Anfang des Jahres lobend über das Team aus Kalifornien geäußert. 

"Ich bin in der Anfangszeit viel rumgeflogen", erzählte Hoeneß der dpa von seinen ersten Tagen als Manager der Münchner 1979: "Dahin, wo das große Business war, nach England und in die USA. Ich war in San Francisco bei den 49ers, einer Mannschaft im American Football."  

Mit damals 27 Jahren stand Hoeneß noch ganz am Anfang seiner Managerkarriere und suchte nach Inspiration - auch über den Tellerrand des Fußballs hinaus. 

In San Francisco habe er für seinen Sohn eine Lederjacke von Joe Montana, dem damaligen Star-Quarterback der 49ers, mitbringen sollen. Der Besuch im 49ers-Fanshop brachte einen Lerneffekt.

"Da war ich in einem Laden der 49ers in der City", schilderte Hoeneß, "und habe zu meiner Frau gesagt: 'Wenn ich mir das vorstelle, dass beim FC Bayern auch mal an einem Montagmorgen nicht nur die klassischen Fans, sondern Banker und Geschäftsleute für ihre Kids einkaufen, dann haben wir es geschafft.'"  

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Salihamidzic auf Hoeneß' Spuren

Salihamidzic tritt nun also gewissermaßen in die Fußstapfen seines Förderers, der 42-Jährige will sich in den Vereinigten Staaten weiterbilden.


"Wir werden Facebook besuchen. Ich hoffe also, dass ich mit vielen Eindrücken und Erkenntnissen zurückkehren werde", sagte Salihamidzic vor der Abreise in die USA: "Und weil sich auf solchen Reisen immer ein Teamspirit bildet, werden wir uns als Gruppe sicher oft zusammensetzen und austauschen.“