Reinickendorf: Leichenteile für Berliner Akademie am Zoll vorbei eingeführt

Polizeiblaulicht

Im Skandal um die Leichenteile unbekannter Herkunft, die vor rund zwei Wochen von der Polizei bei der privaten Prometheus Akademie in Tegel beschlagnahmt wurden, scheint es zu Versäumnissen beim Zoll gekommen zu sein. Leichenteile sollen von einem US-amerikanischen Unternehmen stammen. Das Zollamt in Frankfurt/Main habe die Einfuhr genehmigt, obwohl die gesetzlich vorgeschriebenen Identitätsnachweise und Leichenschauscheine offenbar nicht vorlagen, so das Ergebnis von Recherchen des RBB.

Diese Nachweise habe der Geschäftsführer der Akademie bislang nicht vorlegen können, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes Reinickendorf, Patrick Larscheid, am Dienstag in der "Abendschau". Er betonte: "Ich finde es eigenartig, dass es gelingt, einen kompletten Körper nach Deutschland zu importieren, ohne dass irgendetwas auffällt", so Larscheid.

Die Berliner Polizei hat ein internationales Rechtshilfeersuchen an die USA gerichtet, um die Herkunft und die Identitäten der Leichen zu klären. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Todesermittlungsverfahren ein, um herauszufinden, woran die Menschen gestorben sind. Das Gesundheitsamt wirft dem privaten Bildungsanbieter weitere Verstöße gegen das Sektionsgesetz vor. So sei medizinischen Laien der Zugang zu Leichen ermöglicht worden, dies sei verboten.

Zudem habe der Geschäftsführer keine Genehmigung für die Lagerung von Leichen besessen. "Hätten wir von dieser Einrichtung gewusst, dann hätte es sie in der Form nie gegeben", so Larscheid. Laut ehemaliger ...

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