Reichsbürger Wolfgang P. soll wegen Polizistenmordes lebenslang ins Gefängnis

Im Prozess gegen den als Polizistenmörder von Georgensgmünd angeklagten mutmaßlichen Reichsbürger Wolfgang P. hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe gefordert. Außerdem forderte die Anklage in ihrem Plädoyer am Donnerstag vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth die besondere Schwere der Schuld festzustellen, was eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ausschließen würde. P. solle wegen Mordes, versuchten Mordes in drei tateinheitlichen Fällen und gefährlicher Körperverletzung verurteilt werden.

Die als Nebenkläger auftretenden Eltern des getöteten 32 Jahre alten Beamten eines Sondereinsatzkommandos schlossen sich dem Plädoyer der Anklage an. Die Verteidigung soll am Freitag ihr Plädoyer halten. Ein Urteil könnte dann am Montag fallen.

Die Polizei wollte dem von den Behörden als unzuverlässig eingestuften P. vor einem Jahr bei einer Razzia seine etwa 30 Waffen abnehmen. P. eröffnete beim Sturm auf seine Wohnung aber unmittelbar das Feuer und verletzte einen Polizisten tödlich.

Im Prozess gestand P. die Schüsse, er bestreitet aber eine Tötungsabsicht. Er sei von einem Überfall und nicht von einem Polizeieinsatz ausgegangen.