Regulierung in der Wochenrückschau KW#18 – Sicherheit wird groß geschrieben

Tobias Schmidt

In der zurückliegenden Woche ist rund um den Globus mal wieder viel in Sachen Regulierung geschehen. In der Reihe Regulierung in der Wochenrückschau“ blicken wir zum Wochenausklang zurück und fassen zusammen, was wann wo und von wem gesagt, gedacht oder beschlossen wurde.

Chile: Banken müssen Konten von Krypto-Exchanges eröffnen

Wie ein Gericht im südamerikanischen Chile bestimmt hat, müssen die Banken des Landes es auch erlauben, dass Krypto-Exchanges Konten eröffnen. Ende März hatten die Bank Itau und die staatliche Bank Banco del Estado de Chile die Exchange Buda.com darüber informiert, dass ihr Konto geschlossen wird. Acht weitere Banken des Landes haben gleichzeitig ebenfalls die Konten von Exchanges ohne Erklärung schließen lassen.

Bermudas: 15-Millionen-US-Dollar-Partnerschaft mit Binance

In den kommenden Monaten plant die weltgrößte Krypto-Exchange Binance, im Inselstaat Bermuda ein neues globales Compliance-Center einzurichten. Premier David Burt kündigte an, dass ein Memorandum of Understanding unterzeichnet wurde, wonach die „Binance Charity Foundation“ 10 Millionen US-Dollar für Bildungsprogramme und 5 Millionen US-Dollar in Blockchain-Start-ups investieren will. Darüber hinaus wird Binance der Bermuda-Regierung helfen, einen regulatorischen Rahmen für Kryptowährungen zu entwickeln.

SEC: Wir brauchen eine Regulierung für Securities

Im Gespräch mit CNBC verglich SEC-Commissioner Robert Jackson den ICO-Markt mit einem unregulierten Wertpapiermarkt. Dabei sprach er über die Rolle der Behörde bei der Regulierung von Kryptowährungen und ICO-abgeleiteten Tokens. „Wenn Sie wissen wollen, wie unsere Märkte ohne Wertpapierregulierung aussehen würden, schauen sie auf den ICO-Markt“, sagte er dem Medium. Investoren hätten inzwischen Schwierigkeiten, gute Investments von Scams zu unterscheiden.

Japan: Wird der Handel mit Privacy-Coins eingeschränkt?

Die japanischen Aufsichtsbehörden sollen vorgeschlagen haben, Krypto-Exchanges den Handel mit den auf Privatsphäre und Anonymität orientierten Altcoins Dash (DASH), Zcash (ZEC) und Monero (XMR) zu verbieten. Dies berichtete das Magazin Forbes. Demnach seien sie bei Kriminellen besonders beliebt. „Es sollte ernsthaft diskutiert werden, ob ein registrierter Kryptowährungsaustausch solche Währungen verwenden darf“, wird ein unbenanntes Mitglied dort zitiert.

Australien: Finanzmarktregulierer sorgt sich um ICOs aus dem Ausland

Die australische Bevölkerung kann damit rechnen, dass man künftig stärker auf ICO-Fundraising-Projekte von Übersee achtet, die auf australische Investoren abzielen. Das sagte John Price, ein Beauftragter der australischen Kommission für Wertpapiere und Investitionen (ASIC), in einer Rede bei einer Fintech-Veranstaltung in Sydney. Die Regulierer äußern ihre Bedenken, dass ICOs die Aufsicht der Aufsichtsbehörde umgehen können, indem sie sich im Ausland registrieren lassen.

Hongkong: Bitcoin kein schweres Risiko für Finanzkriminalität

Das Hong Kong Financial Services and Treasury (FSTB) veröffentlichte einen Bericht über den Status von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Der Bericht kam zu dem Schluss, dass Kryptowährungen nicht in besonderer Weise in Finanzkriminalität involviert sind. Dem Bericht zufolge werden Kryptowährungen in Hongkong nicht als gesetzliches Zahlungsmittel betrachtet. Der FTSB begründet dies damit, dass Hongkong „eine der freisten Volkswirtschaften der Welt mit einem lebhaften Devisenmarkt und ohne Kapitalkontrollen ist. Kryptowährungen sind daher nicht so attraktiv wie in Volkswirtschaften, in denen Menschen versuchen könnten, Währungskontrollen zu umgehen oder Zuflucht vor einer hohen Inflationsrate zu suchen.“

Südkorea: Gesetzesentwurf zur Legalisierung neuer ICOs

Eine Gruppe südkoreanischer Gesetzgeber arbeitet an einem Gesetzentwurf zur Legalisierung von ICOs und digitalen Währungen. Dem Gesetz zufolge werden ICOs, die von öffentlichen Organisationen und Forschungszentren initiiert werden, einer strengen Aufsicht durch die Kommission für Finanzdienstleistungen und das Ministerium für Wissenschaft unterliegen. Dies ist ein erster Schritt, das Ende letzten Jahres eingeführte ICO-Verbot zu kippen.

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Source: BTC-ECHO

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