Regierungssprecher Seibert bedauert Ausweitung auf 280 Zeichen bei Twitter

Regierungssprecher Steffen Seibert bedauert die Ausweitung von Twitter-Botschaften auf 280 Zeichen. "Die Kürze ist die Schwester des Talents", twitterte Seibert am Mittwoch einen Ausspruch des russischen Schriftstellers Anton Tschechow - und fügte hinzu: "Gilt auch auf Twitter."

Er habe es als "ziemlich treuer Twitter-User" passend gefunden, "ein Zeichen für die Kürze zu setzen", erläuterte der Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) seine persönliche Haltung später in der Regierungspressekonferenz auf die Frage eines Journalisten. "Ich finde bei Twitter kurz besser." Das sei aber keine Haltung der Bundesregierung, fügte Seibert hinzu, der über den Kurzbotschaftendienst häufig zu aktuellen Ereignissen Stellung nimmt.

Der Kurzbotschaftendienst Twitter hatte zuvor seine Textlänge auf 280 Zeichen verdoppelt. Die Länge der einzelnen Botschaften oder sogenannten Tweets war seit Gründung des Unternehmens im Jahr 2006 auf maximal 140 Zeichen beschränkt. Viele Nutzer umgingen in der Vergangenheit diese Begrenzung, indem sie Serien von Tweets aneinander hängten oder längere Texte als Foto in ihre Botschaften einbauten.