Nach Regenschauern: Hilferuf der Landwirte: In Brandenburg saufen die Felder ab

Paul von Schultzendorff vom Spargelhof Kremmen in vollgelaufenen Feldern

Schwante.  Es klingt wie ein Traum: Eines Morgens wacht man auf und wohnt plötzlich am See. So ähnlich ging es Susan Wüstenhagen und ihrem Mann. Vor zwei Monaten bezogen sie ihren Neubau am Dorfrand von Schwante (Oberhavel). Vom neuen Heim, das auf einer Anhöhe liegt, schauten sie auf eine sanfte Auenlandschaft und grasende Kühe – bis vor einer Woche. Neuerdings enthält das Panorama Störche, Graureiher, Wildgänse und Enten, am Abend spiegelt sich die Sonne auf dem Wasser.

"Zwei Entwässerungskanäle entlang der Wiese sind übergelaufen", sagt Susan Wüstenhagen und deutet nach unten. "Zum Schluss standen die Kühe bis zum Bauch im Wasser." So romantisch sie ihren neuen "See" finden – den Wüstenhagens ist klar, dass er eine ungewollte Folge der zwei Unwetter ist. Und dass es besser wäre, das Wasser fließe endlich wieder ab.

Bei Sonne und 33 Grad im Schatten erscheint es schwer vorstellbar, welchen Schaden die Unwetter im Juni und Juli vor allem nördlich und westlich Berlins angerichtet haben. Ab und zu sieht man noch vollgelaufene Weiden wie in Schwante – doch die eigentliche Katastrophe bleibt für Uneingeweihte unsichtbar.

Erntemaschinen richten auf den Böden Schäden an

Ein paar Kilometer von Schwante entfernt schrauben in Kremmen fünf Männer an einem Mähdrescher, es eilt. Der Spargelhof Kremmen gehört zu den großen Landwirtschaftsbetrieben in Oberhavel, auf allein 1200 Hektar stehen Mais, Raps, Weizen, Gerste. "Eine Woche konnten wir wegen des Regens nicht raus, jetzt haben wir einen Lagerschad...

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