Reformationstag ist nun auch in Hamburg frei

Nach Hamburg und Schleswig-Holstein hat nun auch Niedersachsen den Reformationstag zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Im niedersächsischen Landtag in Hannover stimmten 100 von 137 Abgeordneten für den Gesetzentwurf der Landesregierung aus SPD und CDU

Der Reformationstag am 31. Oktober ist ab sofort auch in Hamburg ein Feiertag. Die Bürgerschaft der Hansestadt stimmte am Mittwoch mehrheitlich für einen entsprechenden Antrag einer fraktionsübergreifenden Gruppe von Abgeordneten. In der vergangenen Woche hatte bereits der schleswig-holsteinische Landtag den 31. Oktober zum Feiertag erklärt. Niedersachsen und Bremen könnten folgen.

Die vier norddeutschen Bundesländer streben gemeinsam die Einführung eines zusätzlichen Feiertags an, um das Gefälle zu den anderen Ländern zu reduzieren. Gemeinsam mit Berlin hatten oder haben sie bisher nur neun Feiertage, die immer auf einen Wochentag fallen. Angedacht wird ein identisches Datum, weil viele Menschen über Ländergrenzen hinweg pendeln.

Der Reformationstag kristallisierte sich dabei zuletzt in allen betroffenen Ländern als favorisierte Option heraus, ist allerdings umstritten. Auch der Bürgerschaft lagen am Mittwoch weitere Anträge vor, die teilweise ebenfalls von fraktionsübergreifenden Abgeordnetengruppen eingereicht wurden. Für die Abstimmung war im Landesparlament der ansonsten übliche Fraktionszwang aufgehoben worden.

Neben dem von 65 Abgeordneten von SPD, CDU, Grünen und einer fraktionslosen Parlamentarierin vorgelegten Antrag für den Reformationstag hatten unter anderem Abgeordnete von SPD, Grünen und Linken für den Frauentag am 8. März plädiert. Abgeordnete von SPD und AfD machten sich in zwei Anträgen für den Tag des Grundgesetzes am 23. Mai stark.