Reform: Auch der Bundesrat stimmt für die Ehe für alle

Nach der Abstimmung ist die Gleichstellung von Homosexuellen beschlossene Sache.

Auch Volker Beck war noch mal da. Begleitet von Mitstreitern erschien der scheidende grüne Bundestagsabgeordnete vor dem Bundesrat, um wohl ein letztes Mal für die „Ehe für alle“ zu demonstrieren. Der 56-Jährige gilt gleichsam als Vater des Gesetzes. Zwar war die Demo gar nicht mehr erforderlich. Denn nach der historischen Entscheidung des Bundestages am vergangenen Freitag war an einer gleichlautenden Entscheidung des Bundesrates gestern nicht zu zweifeln. Trotzdem war die Sitzung der Länderkammer interessant. Interessant wegen der Reden, die gehalten wurden. Sie zeigten das Umdenken bis weit ins bürgerliche Lager hinein.

So trat ein Gegner auf. Es war Bayerns Justizminister Winfried Bausback. Der CSU-Politiker sprach von einer „historischen Neukonzeption der Ehe“, die manchen Religionen heilig sei. Er beklagte das angebliche „Hauruckverfahren“, da für die Debatte im Bundestag nur 38 Minuten zur Verfügung gestanden hätten. „Das Institut der Ehe hätte mehr Respekt verdient“, sagte Bausback. Und er bleibe dabei: Sie sei „eine Lebensgemeinschaft zwischen Mann und Frau“. Davon gehe auch das Bundesverfassungsgericht in seiner bisherigen Rechtsprechung aus. Abgesehen davon jedoch, dass Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) den Minister darauf hinwies, dass von einem Hauruckverfahren keine Rede sein könne, da über das Gesetz seit Jahren beraten werde (im Bundesrat hatte...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung