Red-Bull-Ring: Mateschitz will Personal trotz Coronakrise halten

Maria Reyer

Die Coronakrise und ihre wirtschaftlichen Folgen sind für die Formel 1 und ihre Teams aktuell noch nicht abzusehen. Auch Rennstrecken-Betreiber stehen vor großen Schwierigkeiten, da aktuell alle Großevents im Freien abgesagt oder verschoben wurden. Positive Nachrichten kommen aus der Steiermark.

Auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg dreht sich derzeit zwar auch kein einziges Rad, dennoch will Dietrich Mateschitz alle Angestellten vorerst halten. Wie die 'Kleine Zeitung' berichtet, wird der Red-Bull-Boss alle 370 Mitarbeiter des Projekt Spielberg vorerst weder in Kurzarbeit schicken, noch Personal abbauen.

In einem internen Schreiben heißt es demnach: "Wir dürfen euch allen mitteilen, dass unser Eigentümer mit derzeitigem Stand von Maßnahmen wie Kurzarbeit oder Reduktion des Personalstands absieht und vorerst bis 30. April 2020 alle bestehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei vollen Bezügen weiterhin beschäftigt bleiben."

Und das obwohl die österreichische Regierung ein neues Kurzarbeitsmodell entwickelt hat, das möglichst viele Arbeitnehmer in den Unternehmen halten, gleichzeitig den Arbeitgebern aber möglichst wenig Personalkosten verursachen soll. Derzeit sind auch im Murtal alle Gastro-Betriebe und Hotels geschlossen.

Auch der Betrieb auf dem Red-Bull-Ring selbst ist auf unbestimmte Zeit eingestellt worden, nachdem die Regierung die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus drastisch verschärft hat. "Wir machen einen Boxenstopp", heißt es in dem Schreiben.

Die Dauer dieser Maßnahme ist bislang nicht bekannt. Die gewonnene Zeit will die Rennstrecke zur "Prozessoptimierung" oder zum "Dokumentationsmanagement" nutzen. Auf der Website des Red-Bull-Ring steht außerdem: "Sämtliche Großveranstaltungen sind nach aktuellem Stand nicht betroffen und finden weiterhin wie geplant statt."

Am 5. Juli soll der Grand Prix von Österreich in Spielberg stattfinden, am 16. August das MotoGP-Rennen.

Mit Bildmaterial von LAT.