"Weiß nicht, ob es diese Kombination so jemals gab"

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"Weiß nicht, ob es diese Kombination so jemals gab"
"Weiß nicht, ob es diese Kombination so jemals gab"

In den ersten drei Saisonrennen gab es viel Licht und Schatten bei Red Bull. In Imola holen sich die Österreicher jedoch den ersten Doppelsieg seit 2016 - und verpassten Ferrari ausgerechnet beim Heimrennen einen enormen Dämpfer.

Zwar liegt Charles Leclerc immer noch mit 27 Punkten Vorsprung auf Max Verstappen auf Rang eins der Fahrerwertung, aber der Weltmeister scheint nun endlich in der neuen Saison angekommen zu sein. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Diese wiedergewonnene Souveränität sieht auch Red Bulls Motorsport-Chef Helmut Marko. Im Gespräch mit SPORT1 spricht er über die Bedeutung dieses Erfolgs für den WM-Kampf und wie man Ferrari schlagen kann.

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SPORT1: Helmut Marko, inwiefern war der Doppelsieg in Imola die Wende im WM-Kampf?

Helmut Marko: Es war die notwendige Antwort auf die Ausfälle in Bahrain und Australien. Wir wussten, dass wir den Speed haben. Von den Zahlen her schien unser Rückstand auf Ferrari groß, aber wir wussten immer, dass wir ihn aufholen können. In Imola hat alles funktioniert und Ferrari macht unter Druck Fehler. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

SPORT1: Ferrari litt im Sprintrennen unter Körnen der Vorderreifen. Charles Leclerc hat das Auto im Rennen an die Wand gesetzt und so Platz drei verloren.

Marko: Genau. Er hat noch keinen Titel. Da ist der Druck ohnehin größer – beim Heimrennen umso mehr. Aber es ist sehr eng. Ferrari ist stark und wir müssen weiter mit voller Kraft arbeiten. Aber natürlich können wir jetzt wieder optimistischer sein. Wenn wir weiter dafür sorgen, dass Ferrari ans Limit gehen muss, läuft auch bei ihnen nicht immer alles rund. (NEWS: Die Stimmen zu Imola)

Imola - erster Red-Bull-Doppelsieg seit 2016

SPORT1: Den letzten Doppelsieg haben Sie 2016 mit Verstappen und Daniel Ricciardo in Malaysia gefeiert. Ist Red Bull jetzt wieder auf dem Weg zur alten neue Macht in der Formel 1? (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Marko: Ich würde noch nicht so weit gehen, dass wir eine Macht sind. Aber wir haben letztes Jahr mit Max schon den schnellsten Mann gehabt, jetzt fügt sich auch Perez immer besser ins Team ein, versteht das Auto besser. Dann ist ein Doppelsieg irgendwann die logische Konsequenz.

SPORT1: Inwiefern hat Verstappen in Imola auch wieder die Weltmeisterqualitäten gezeigt, die Sie in Australien bei ihm vermisst haben?

Max Verstappen hat seine Souveränität zurück

Marko: Max ist ein souveränes Rennen mit unglaublicher Sicherheit gefahren. Er hat die schnellste Runde geholt, die Pole, den Sieg im Sprint. Vom Start bis ins Ziel hat er geführt. Ich weiß nicht, ob es diese Kombination so jemals gab. Ich will nicht sagen, dass er vorher unruhig war, aber jetzt ist die Souveränität zurück. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

SPORT1: Liegt das auch am weiterentwickelten Auto?

Marko: Natürlich. Wenn die Balance stimmt, körnen die Reifen nicht. Dann kann Max alles aus dem Auto rausholen. Aber wir haben immer noch Luft nach oben.

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