Rechtsstreit um Kündigung von früherer Justiziarin in Erzbistum Köln geht weiter

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Kölner Dom (AFP/INA FASSBENDER)

In Köln geht der Rechtsstreit zwischen dem Erzbistum und seiner früheren Justiziarin wegen deren fristloser Kündigung weiter. Die Parteien konnten sich bei einem Gütetermin am Freitag nicht einigen, wie das Arbeitsgericht in der Domstadt mitteilte. Die Frau klagt zusätzlich auf 50.000 Euro Schmerzensgeld wegen des Verhaltens ihres ehemaligen Arbeitgebers. (Az. 16 Ca 4198/21)

Die Juristin arbeitete seit 2008 beim Erzbistum, sie leitete die Stabsabteilung Recht. Im Juli wurde sie fristlos entlassen, wogegen sie vor Gericht zog. Dort ging es am Freitag unter anderem darum, dass die Frau einen Bürostuhl mit nach Hause genommen hatte, wie ein Sprecher sagte. Zudem seien Einzelheiten des Arbeitsvertrags besprochen worden - etwa die Frage, ob eine Zurruhesetzung, wie das Bistum sie veranlasste, möglich war.

Wie die "Bild"-Zeitung vor dem Gerichtstermin berichtet hatte, soll die Frau mit Fragen des sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen durch Priester befasst gewesen sein. Sie soll demnach psychisch belastet gewesen und schließlich erkrankt sein.

Das Gericht kündigte nun eine Sitzung der Kammer für den 18. Januar an. An diesem Tag soll verhandelt und voraussichtlich auch eine Entscheidung getroffen werden.

smb/cfm

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