Rechte Parteien verbuchen Gewinne bei Kommunalwahlen in Italien

Stimmabgabe in Italien

Die von der fremdenfeindlichen Lega angeführte Koalition rechter Parteien in Italien hat bei Kommunalwahlen einen erneuten Wahlerfolg erzielt. Insgesamt 6,7 Millionen Wahlberechtigte waren am Wochenende aufgerufen, in 760 Städten und zwei der 15 Bezirke Roms ihre Stimmen abzugeben. Rechte Kandidaten gewannen unter anderem die Bürgermeisterwahl in den wichtigen Städten Catania und Vicenza, die beide zuletzt von Sozialdemokraten der ehemaligen Regierungspartei PD regiert wurden.

In Brescia konnte die PD das Rathaus verteidigen, in Sienna und Pisa müssen sozialdemokratische Kandidaten am 24. Juni in eine Stichwahl mit rechten Konkurrenten.

Die populistische Fünf-Sterne-Bewegung (M5S), die bei den Parlamentswahlen Anfang März mit 32 Prozent das beste Einzelergebnis eingefahren hatte, schaffte es am Wochenende in keiner der wichtigen Städte in die Stichwahl. In Pisa kam die Partei von Spitzenkandidat und Wirtschaftsminister Luigi Di Maio auf etwa zehn Prozent, in Messina auf knapp 13 Prozent.

In Rom, wo M5S seit zwei Jahren die Oberbürgermeisterin stellt, trat für die zwei zu besetzenden Bügermeisterposten kein Kandidat der Partei an. Die Wahlbeteiligung in Rom lag bei nur 30 Prozent - ein Rekordtief. In einem der beiden Bezirke konnte ein Kandidat der Linken gewinnen, im zweiten kommt es zu einer Stichwahl zwischen einem linken und einem rechten Kandidaten.