Real feiert "Held" Valverde für Notbremse

SPORT1

Es war die wohl spielentscheidende Situation im Finale der Supercopa zischen Real Madrid und Atlético Madrid.


In der 115. Minute stürmte Álvaro Morata im Vollsprint in Richtung Thibaut Courtois im Tor der Königlichen, das 1:0 für Atlético auf dem Fuß. Der drohenden Niederlage ins Auge blickend entschied sich der hinter ihm laufende Federico Valverde für eine Notbremse - und sah dafür völlig verdient die Rote Karte.

Den anschließenden Freistoß von der Strafraumgrenze konnten die Colchoneros nicht nutzen, stattdessen gewann Real das Spiel im Elfmeterschießen und feierte anschließend seinen neuen "Helden".

Valverde wird offiziell zum "Man of the Match" gewählt

"Nicht alle Helden tragen ein Cape", twitterte der Klub nach dem Gewinn der Supercopa und postete dazu ein Bild des 21-Jährigen. Diesem waren die Huldigungen jedoch sichtlich unangenehm, zumal er keinen Hehl daraus machte, Morata mit voller Absicht gefoult zu haben.

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"Das war etwas, was man eigentlich nicht tun sollte, aber es war das Einzige, was ich tun konnte. Ich bin auch nicht stolz darauf und habe mich bei Morata entschuldigt", sagte er nach dem Spiel.

Dass er anschließend sogar noch ganz offiziell zum "Man of the Match" gewählt wurde, sorgte daher auch bei ihm für Unverständnis. "Ich freue mich darüber. Aber es bleibt natürlich eine fader Beigeschmack", machte Valverde deutlich.


Simeone hat Verständnis für Notbremse

Unterstützung erhielt er dann aber ausgerechnet von Atlético-Trainer Diego Simeone. "Es war die wichtigste Aktion des Spiels, Valverde hat das Finale für Real gewonnen", sagte der Argentinier und spendete zugleich Trost: "Ich habe ihm gesagt, dass das jeder getan hätte. Ich hätte es auch getan."

Bereits unmittelbar nach der Aktion hatte der 49-Jährige den Übeltäter beim Verlassen des Spielfeldes getröstet. "Er hat getan, was er tun musste. Mal sehen, für wie viele Spiele er gesperrt wird", meinte er.

Durch den Sieg im King Abdullah Sports City in Dschidda (Saudi-Arabien) sicherte sich Real zum elften Mal den Gewinn des spanischen Supercups.