Real-Depot-Wert Meyer Burger: Mit vollen Orderbüchern zum Turnaround - Aktie mit Kaufsignal

Michel Doepke
1 / 2
Meyer Burger: Keine Panik – Turnaround-Story intakt – weitere Aufträge erwartet

Der Solarzulieferer Meyer Burger befindet sich auf einem guten Weg, die Krisenjahre hinter sich zu lassen. Laut ungeprüften Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2017 konnte das Unternehmen den Auftragseingang stark steigern und den Verlust deutlich reduzieren. Damit hat sich Meyer Burger eine "solide Ausgangsbasis" für das neue Jahr 2018 geschaffen.

Auf der Umsatzseite konnte Meyer Burger ein kleines Plus von vier Prozent auf 473 Millionen Schweizer Franken verbuchen. Das Management erwartet eine Reduzierung des Verlustes im Vergleich zum Vorjahr (Fehlbetrag von 97,1 Millionen Franken im Jahr 2016). Als Grund für die erwarteten roten Zahlen bezieht sich die Firma auf diverse einmalige, nicht liquiditätswirksame außerordentloche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen angefallen sind. Unverändert hält Meyer Burger indes an der EBITDA-Guidance von fünf bis 15 Millionen Franken fest.

Basis für 2018

Erfreulich entwickelte sich im vergangenen Jahr der Auftragseingang: Mit einem Plus von 23 Prozent auf 560 Millionen Franken erreichte dieser den höchsten Stand seit sechs Jahren. Zum Jahresende 2017 lag der Auftragsbestand mit 343 Millionen Franken sogar 40 Prozent über dem Vorjahreswert. Dies macht Hoffnung auf ein noch besseres Jahr 2018.

Turnaround nimmt Formen an

Dass verschiedene Einmaleffekte im Geschäftsjahr 2017 Meyer Burger erneut in die roten Zahlen drücken, ist ärgerlich. Anleger sollten aber den Blick nach vorne richten. Der Solarzulieferer hat in den letzten Jahren an den richtigen Stellschrauben gedreht, um nachhaltig zur Profitabilität zurückzukehren. Anleger quittierten den anstehenden Turnaorund bereits mit satten Kursgewinnen. Doch da geht noch mehr. Investierte Anleger bleiben daher an Bord.

 Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.