Reaktionen auf Trumps Rede zur Lage der Nation: Wenn Gesichter Bände sprechen

Donald Trump hielt seine erste Rede zur Lage der Nation. (Bild: AP Photo)

Es war sein großer Auftritt. Donald Trump hielt vor dem US-Kongress seine erste Rede zur Lage der Nation. Dass sein Vortrag nicht bei jedem auf Begeisterung stieß, zeigte sich bereits im Saal. Die Gesichtsausdrücke einiger Kongressmitglieder sind aktuell das Thema im Netz.

Nationalstolz und Lob an der Arbeit seiner Administration – das stand während Donald Trumps 80-minütiger Rede auf der Agenda. Aktuelle Streitpunkte wie die Russlandaffäre oder das Freihandelsabkommen NAFTA mit Mexiko und Kanada ließ der US-Präsident einfach außer Acht. Stattdessen kündigte er ein hartes Vorgehen gegen internationalen Terrorismus, den baldigen Bau einer Grenzmauer zu Mexiko und die Modernisierung des Atomwaffenarsenals an.

Nicht alle der Zuhörer im Saal waren begeistert von dem, was sie hörten. (Bild: AP Photo)

Die Reaktionen auf seine Rede sind entsprechend gespalten. Vor allem die Twitter-Gemeinde schaute sich die Übertragung ganz genau an und wies auf die Gesichtsausdrücke einiger Kongressmitglieder hin. Bei manchen hielt sich die Begeisterung nämlich offensichtlich in Grenzen. Auch Melania Trump, die übrigens alleine in ihrer eigenen Limousine zum Auftritt kam, schaute zwischendurch ziemlich grimmig drein.

Hier einige Negativ-Reaktionen aus dem Publikum, die im Netz fleißig kommentiert wurden:

„Melania sieht total sauer aus“, kommentiert ein User den Blick der First Lady.


„Ebenfalls“, findet ein anderer beim Blick auf US-Senator Bernie Sanders, der für die Demokraten im Kongress sitzt.


„Wenn du das Kleingedruckte nicht gelesen hast“, denkt laut einem User hier Neil Gorsuch (rechts), der von Trump eingesetzte Richter am Obersten Gerichtshof.


Nancy Pelosi, Vorsitzende der demokratischen Fraktion, erheitert viele User ganz besonders. „Nancy hat sich dafür entschieden, durch Kauen auf ihren Wangen Widerstand zu leisten. Kein Aufstehen, kein Applaus oder Klatschen. Nur Kauen.“


Bernie Sanders ist gleich mehrfach vertreten: „Ich bin nur hier, damit ich keine Strafe bekomme“, so ein Kommentar.


Der demokratische Senator Cory Booker (Mitte) scheint sich zumindest um Haltung zu bemühen: „Das Gesicht, das du machst, wenn dein rassistischer Onkel mit dir spricht, du dich aber nicht aufregen willst.“


Auch einige der anwesenden Generäle, hier Joseph Dunford, Mark Milley und Robert Neller (v. l.), sehen nicht besonders glücklich aus. „So reagieren die Generäle darauf, dass das Atomwaffenarsenal aufgestockt werden soll“, glaubt ein User.


Und hier gleich mehrere Gesichtsausdrücke, die ein User schlicht mit „diese Reaktionen“ kommentiert.


Kein besonders glorreicher Auftritt für den US-Präsidenten. Für Trump selbst war diese Rede von großer Bedeutung – nicht zuletzt, weil er ein Jahr nach seinem Amtsantritt historisch niedrige Umfragewerte verzeichnet. Zuletzt veröffentlichte die Quinnipiac-Universität eine Umfrage, in der zwei Drittel der Teilnehmer angaben, dass Trump die Nation spalte.

Ob er deswegen in seiner Rede genau das Gegenteil beweisen wollte? Darin rief er nämlich zur Vereinigung des Landes auf und appellierte an die Politiker, dass Republikaner und Demokraten zusammenarbeiten sollten. Doch den Gesichtsausdrücken einiger Demokraten nach zu urteilen, liegt wohl noch ein langer Weg vor der US-Regierung.